D r e i u » d a ch t z i g st c dl a ch t. 319
bat, der Schemsuddin Muhammed heißt; dieser hat eine Tochter, die nun baldzwanzig Jahre alt wird und die größte Aehnlichkeit mit diesem Jünglinge hat;
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vollkommen schön ist ihr Gesicht und ihr Wuchs ausgezeichnet. Als der Sultan vonKahira von diesem schon erwachsenen Mädchen sprechen hörte, ließ er den Vesir rufenund sagte zu ihm: „Ich habe vernommen, du habest eine schöne Tochter; ich begehresie von dir zur Gattin." — Der Vesir antwortete: „Entschuldige, mein König, daß ichdeinem hohen Willen nicht willfahren kann; du wirst mich nicht tadeln, gewiß wird deineMilde mir beistehen, wenn ich dir meine Gründe angebe. Du weißt, ich habe einenBruder, der Nuruddin heißt und neben mir in deinem Dienste Vesir war. Einst saßenwir beisammen und plauderten über die Ehe und über unsere zukünftigen Kinder, dageriethen wir in so heftigen Streit, daß mein Bruder den folgenden Tag entfloh. Nachdemich seit zwanzig Jahren keine Nachricht von ihm gehabt habe, hörte ich vor Kurzem, daßer in Basra als Vesir gestorben, und einen Sohn hinterlassen habe. Nun hatte ich abervon dem Tage an, wo meine Frau eine Tochter gebar, diese meinem Neffen bestimmt;mein Herr, der Sultan, kann ja unter vielen andern Frauen und Mädchen wählen."
Schehersad bemerkte hier den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht fuhr sie fort: