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Sechzigste Nacht.
„Als ich mich von seinem Tode überzeugt hatte," fuhr der Kalender fort, „undwohl sah, daß es längst so ausgeschrieben und bestimmt war, ging ich die Treppe hin-auf, legte die Platte an ihren Ort und bedeckte sie wieder mit Erde. Ich wandte dannmeine Augen gegen das Meer und sah das Schiff zurück zur Insel kommen; ich dachte,nun werden sie hier wieder ans Land steigen, und wenn sie den Jüngling ermordetfinden und mich bemerken, werden sie mich, als seinen Mörder, gewiß auch umbringen;daher suchte ich wieder einen Baum aus und verbarg mich in seinem Laube.Kaum war ich oben, so landete schon das Schiff, die Sklaven mit dem Alten, den Vaterdes Jünglings, stiegen heraus, gingen zur Höhle, gruben die Erde weg und warenerstaunt, als sie sie so locker fanden. Sie stiegen dann hinunter und fanden den Jüng-ling schlafend, sein Angesicht glänzte noch vom Bade, er hatte hübsche Kleider an, imHerzen aber steckte das Messer und er war todt. Sie schrien Alle, schlugen sich insGesicht, weinten, jammerten, wehklagten und stießen die gräßlichsten Reden aus; derVater lag lange in Ohnmacht, so daß die Sklaven glaubten, er sey auch gestorben.Endlich kam er wieder zu sich, ging mit den Sklaven hinauf, die den Jüngling