Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
213
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<A w c i u » d f ii n f z i g ,ft r Nacht. 213

Herz, daß ich mich nicht mit der Sprache auszudrücken vermochte. Auf einmal lenkte ^jedoch das Schiff gegen das Ufer hin, bis es bei mir war, und sieh da, cs war eingroßes Schiff, mit Kaufleuten und vielen Maaren und Spezereien beladen. Als dieKaufleute mich erblickten, sagten sic zu dem Schiffskapitain:Du hast uns um einesAffen willen vom Wege geführt, um eines Affen willen, der, wo er ist, den Segenvermindert." Einer sprach: Ich will ihn umbringen; ein Andrer: Ich will ein Stück Holzauf ihn werfen; ein Dritter: Wir wollen ihn ersäufen. Als ich dies hörte, sprang ichauf, lief zum Kapitain, ergriff den Saum seines Kleides wie ein um Schutz Flehenderund weinte dabei so sehr, daß mir die Thränen über das Gesicht liefen. Dem Kapitainund allen Uebrigen befremdete dies sehr und einige fingen schon an, mich zu bemitleiden, !als der Kapitain sprach:Ihr Kaufleutc! dieser Affe hat sich unter meinen Schutzbegeben, den ich ihm auch zu gewähren schuldig bin, wer von euch ihn nur mit einemDorn sticht, wird mich zum Feinde haben." Auf solche Weise war der Kapitain sehrgütig gegen mich; ich verstand Alles, was er sagte, nur konnte ich meiner Zunge nichtgebieten, ihm zu antworten. Wir reisten nun fünfzig Tage lang mit günstigem Winde,dann kamen wir in eine unermeßlich große und volkreiche Stadt. Als unser Schiff inden Hafen eingelaufen war, kamen uns Boten, von Seiten des Königs, entgegen, siestiegen auf unser Schiff und sagten:Gemeinde von Kaufleuten! unser Sultan grüßtEuch und schickt Euch ein Blatt Papier, auf das Jeder eine Zeile schreiben soll; dennder König hatte einen gelehrten, sehr schön schreibenden Vcsir, der nun todt ist, daherhat der Sultan den höchsten Eid geschworen, daß er Niemanden zum Vesir ernennenwird, der nicht so schön schreibt als der Lcrstorbene."

Da bemerkte Schehersad den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht erzählte sie:

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