Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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S i e b e n u n - v i e r z i g st e N a ch t.

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Das erste was sie mich fragte, als sie mich erblickte, war, ob ich ein Mensch oderein Geist wäre, und als ich ihr darauf erwiderte, daß ich ein Mensch sey, fragte siemich, was ich denn wollte, da sie doch schon fünfundzwanzig Jahre hier verweile, ohneje von einem Menschen besucht worden zu seyn. Ihre Worte waren so süß und sowohllautend, daß sie sogleich mein Herz gewannen, und ich antwortete ihr daher geradezu,wie ich gekommen sey, um mein Elend in Glück zu verwandeln, vielleicht auch um ihrenKummer zu verscheuchen und sie glücklich zu machen. Ich erzählte ihr dann, was mirin meinem Leben zngestoßen, sie war sehr bestürzt darüber; dann sagte sie:Nun sollstdu auch meine Lebensgeschichte hören;" und begann folgendes zu erzählen:

Wisse, daß ich die Tochter des Königs Jftimerus bin, des Gebieters über dieInsel Ebenus. Mein Vater verheirathete mich mit meinem Vetter; in der Hochzcitnachtaber, als ich im schönsten Brautschmuck meinem Gemal zugeführt werden sollte, raubtemich ein Geist, flog eine Weile mit mir herum, brachte mich dann hieher und versorgtemich mit köstlichem Mundvorrath und den übrigen Lebensbedürfnissen. Da aber seineLeute nichts von unserm Verhältnisse wissen dürfen, so bringt er nur alle zehn Tageeine Nacht bei mir zu; brauche ich aber etwas, es sey Tag oder Nacht, so berühre ich