Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
185
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Zweiandvierzigste Nacht. 18 s

sagen, was aus ihm geworden ist." Dabei weinte er so heftig, daß ich ihm nicht längerverschweigen konnte, was ich von seinem Sohne wußte. Er freute sich außerordentlichüber meine Nachricht, und obschon ich ihm sagte, daß ich, nachdem sein Sohn verschwun-den, lange die Kuppel gesucht, ohne sie wieder finden zu können, wollte er dochsogleich mit mir auf den Begräbnißplatz gehen. Ohne Jemand etwas davon zu sagen,gingen wir nun nach den Gräbern. Ungemein war meine Freude, als ich endlich jeneKuppel wicderfand, und nunmehr hoffen konnte, zu erfahren, wo mein Vetter hinge-kommen. Wir gingen sogleich hinein, öffneten das Grab, bis wir die eiserne Plattefanden und stiegen dann die ungefähr fünfzig Stufen lange Treppe hinunter. Als wirdie lczte Stufe erreicht hatten, kam uns ein so starker Nauch entgegen, daß wir garnichts mehr sahen und mein Oheim schrie ganz erschrocken:Nur der erhabene, mäch-tige Gott kann uns schützen!" Wir folgten dem Gange, der an die Treppe stieß, biswir in eine Art Zimmer kamen, das auf Säulen ruhte und durch kleine Thürmchen dasLicht von oben empfing; wir fanden in diesem Zimmer eine Cistcrne, Wasserkrügc, Früchte,Mehl und ähnlichen Mundvorrath. Mitten im Zimmer war ein Bett mit einem Vorhänge;als mein Oheim den Vorhang vor^diefcm Bette aufhob, fand er darin seinen Sohn und dieFrau, die ich mit ihm hinunter steigen gesehen; sie hielten sich umarmt, waren ganzschwarz, als wären sie so lange am Feuer gelegen, bis sie zu Kohlen geworden. MeinOheim jubelte, als er dies sah, er spie seinem Sohn ins Gesicht, indem er sagte:So viel hattest du hier zu leiden, nun kommen noch die Qualen jenes Lebens." Hier-auf zog er seine Pantoffel aus und schlug seinem Sohne damit ins Gesicht.

Schehersad bemerkte den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht fuhr sie fort:

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