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! immer glaubte ich noch, das Ganze sey nur ein Traum gewesen. Ich ging wieder nach
! Hause, aß ein wenig, denn ich hatte den ganzen Tag weder an Essen noch Trinken
! gedacht, und legte mich zur Ruhe. Ich brachte die folgenden vier Tage auf dieselbeWeise zu, und suchte beständig jene mir bekannte Kuppel und konnte sie nicht finden.Ich ward so melancholisch und trüb gestimmt, daß ich wohl wahnsinnig geworden wäre,wenn ich nicht den Entschluß gefaßt hätte, nach meiner Heimat zu meinem Vater zurück-zukchren. Ich hatte aber kaum die Stadtthore meines Wohnorts erreicht, da fiel manmit Prügeln über mich her, legte mich in Ketten und schleppte mich hinweg. Als ichmich nach der Ursache dieser grausamen Behandlung erkundigte, sagte man mir, der Vcsirhabe gegen meinen Vater sich empört und die ganze Armee gewonnen, meinen Vaterermordet, selbst den Thron bestiegen, und sogleich Befehle ertheilt, mir aufzulauern undmich festznnehmen. Wie ich dies hörte, fiel ich bewußtlos nieder, und als ich wieder zumir kam, stand ich vor dem Vesir, der schon längst mein Feind war; denn da ich vonKindheit an ein großer Freund vom Bogenschießen war, und einst von der Terrassemeines Schlosses einen Vogel, der sich auf dem Dache niedergelassen, schießen wollte,
kam er zufällig dazwischen und der Pfeil, statt den Vogel zu tödten, verlezte ihm einAuge. Ich ward ihm daher kaum gegenüber gestellt, da riß er mir ein Auge mit seineneigenen Händen aus, so daß es über meine Wangen herunter auslief, und seither binich halbblind. Nachdem dieses geschehen war, ließ er mich binden und in eine Kistesperren; dann sagte er dem Henker meines Vaters, gürte dein Schwert um, besteige deinPferd, nimm diesen Menschen mit in die Wüste, daß wilde Thiere und Raubvögel seinFleisch verzehren. Der Henker that, wie ihm befohlen worden, er ritt mit mir fort, und alswir mitten in der Wüste waren, stieg er vom Pferde ab, zog mich aus der Kiste herausund wollte mich tödten, da fing ich an, heftig zu weinen und folgendes Klagelied zu singen:
„Ich überlieferte euch unüberwindliche Festungen, damit ihr meinerFeinde Pfeile von mir abhaltcn solltet, nun schleudert ihr sie selbst gegenmich. Ich hoffte, daß ihr jedes Unheil von mir entfernen werdet, nun binich zufrieden, wenn ihr nicht selbst mich ins Verderben stürzt."
„ Als der Henker meine Klagen hörte und meine Thränen sah, ward er gerührt undentschloß sich, mich leben zu lassen. „Rette dich, so schnell du kannst, sagte er mir,