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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Der dreissigjähtigc Krieg.

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Schwede» und die Bürger schlugen zwei Stürme glücklich ab;schon drohete Mangel an Lebensmitteln einzureissen, die Mauerdurch Minen der Feinde cinzustürzen, als Stolhanß sie ent-setzte. Weil die Stadt nicht mehr zu halten war, wollte ersie zerstören. Von neunhundert Bürgern vor dem Kriegewaren noch sechzig übrig. Diese wünschten die Stadt zuerhalten, wurden nach Löwenberg und Greifenberg gebracht,die Werke und Mauern gesprengt, und die Kaiserlichen besetz- 12 .N 0 V.ten den verlassenen Ort'), worauf sie nach Obcrschlcsien in 1640die Winterquartiere gingen, Stolhanß sich gegen die Lau-

sitz und Mark wendete -). In der Mark stieg unterdessen dieNoth ausserordentlich hoch. Der Kurfürst hatte sich nach Preus-sen, der Statthalter Schwarzenberg nach Peitz in Sicherheitbegeben. Ausser dieser Festung und Spandau und Küstrinwar kein haltbarer Ort (denn die werbener Schanze wurdeauch bald aufgegeben) in brandenburgischen Händen, dagegenDriescn, Landsbcrg, Frankfurt, Krossen von den Schwedenerobert worden, welche nun auch wieder unter Liliehök vorBerlin erschienen, das sich, ohngeachtet es verschanzt wordenwar, nicht halten ließ und daher von dem Obersten Krachtsogleich geräumt wurde. Hier mussten den Schweden nunZg.Dig.fünf und zwanzigtausend Thaler entrichtet werden. Der kur-1639fürstliche Hofstaat befand sich in solchem Geldmangel, daßman in der Rüstkammer von den dort vorhandenen sammtcncnReitkappen die silbernen Verzierungen abschnitt und unter dieHofbedienten vertheilte statt der längst mangelnden Besol-dung ^). Die Versuche der brandenburgischen Obersten aufeinzelne von den Schweden besetzte Ortschaften mislangen;ihre Streifereien reizten den Feind mehr, als sie dem Landenützten. Der Versuch Arnims, welcher aus seiner Gefangen-schaft in Stockholm entkommen war, als kaiserlicher und säch-sischer Generalissimus ein Heer von sechzehntauscnd Mann,besonders auch zur Eroberung Pommerns und Vertreibung derSchweden in Schlesien zu werben, kam nicht zur Ausführung.

1) Hensels Beschreibung von Hirschberg. S. 267 ff.

2) kukeiiäork a. a. O. XII. §. 29- 34.

3) Königs Berlin. Bd. I. S. 226.