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1 (1830) Vom Jahre 1191 bis 1640
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Der dreissigjährige Krieg.

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grausam über seine evangelischen Unterthanen. Manch edles

> Haupt siel durch des Henkers Hand; Ströme Bluts flössenin den Schlachten, Tausende verliessen Haus und Hof, umdas zu retten, was ihnen theuer war, ihren Glauben; seineStaaten wurden verheert und verödeten, wie ganz Deutsch-land mit ihnen, aber Ferdinand war beruhigt; er hatte gc-than, was ihm seine Pflicht zu fodern schien.

, Die Protestanten Böhmens und der vereinigten Länder

! hatten ihn aus dem kennen gelernt, was er in Steiermarkgegen sie gethan. Es war bekannt, daß er gesagt: er wollelieber sterben als den Ketzern Etwas verwilligen. Die eifrigenKatholiken triumphirten: wenn nur Ferdinand erst werde zurRegierung kommen, um die verfluchten Ketzer mit Feuer undSchwerdt, mit Galgen und Rad auszurotten; er sei nichtverpflichtet seinen Eid zu halten. Der Kaiser war krank undschwach, er hatte durch seine Unrechtlichkeit die Evangelischenvon sich abgewendet, und es fehlte diesen nicht an Veranlassun-gen zu Beschwerden, welche den lange genährten Zwist offenund gewaltsam an den Tag treten liessen. Nach dem nichtvöllig bestimmten Ausdrucke des böhmischen Majestätsbriefswar es fraglich, ob es den Protestanten, wie sie dafür hiel-ten und der schlesische Majestatsbrief ausdrücklich nachgab, ge-stattet wäre ihren Gottesdienst auch auf den Gütern der ka-tholischen Geistlichkeit rinzurichten, oder nicht, wie diese meinte.Daher ließ der Erzbischof von Prag die neuerbauete evange-lische Kirche zu Kloster Grab (bei Töplitz) schliessen, der Abtvon Braunau hinderte in seinem Orte den Bau eines Got-1617teshauses.

Der Kaiser verließ Böhmen und ging nach Wien. EineRegierungscommission von zehn Statthaltern unter denendrei Protestanten, wurde eingesetzt, und nun hatten die Ka-tholiken freiere Hand. Die evangelischen Stände erhobenBeschwerden und befahlen ihren Glaubensgenossen in Braunaufortzubauen; der Kaiser aber befahl die bereits vollendete Kircheden Katholiken auszuliefern, ließ sie schliessen, der Erzbischof

> von Prag die zu Kloster Grab nicderreissen und die evangeli-schen Geistlichen von den Gütern des Hochstifts undaus kaiserli-

j chm Ortschaften vertreiben. Sogleich versammelten sich, dem Ma-