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Buck) II. Neuntes Hauptsiück.
den schändlichsten Verleumdungen gegen den König Georgals einen verfluchten Ketzer, und betheucrtcn lieber ihre Hau-ser verbrennen, ihre Wälle schleifen und ins Elend gehn alsdem Georg gehorchen zu wollen. Sie ermunterten den Papstrecht streng gegen den König zu verfahren, der so mächtignicht sei als er scheine, und das Kreuz gegen ihn predigen zulassen. Der Legat übertrieb die Macht der Breslauer sehr,indem er angab, sie würden zwanzigtausend Mann ins FeldL9. März stellen. Pius II. erklärte darauf den König für einen übcr-
1463 dxs Künigseidcs. Georg hatte bereits einen Bund mitdem Könige Kasimir von Polen geschlossen (1462), den derPapst wegen seines Kriegs mit den Kreuzherren bedrohcte,
1464 und verband sich noch mit den Königen von Frankreich und16. Aug. Ungarn. Nur der Tod hinderte den Papst ihn mit dem
1464 Bann zu belegen. Was er nicht vollführcn konnte, that seinNachfolger Paul II.: er entsetzte den Georg und seine Söhneihrer Würden, lüste die ihnen geleisteten Eide, verfluchte sie28. Dec. und ließ das Kreuz gegen sie predigen. Vergeblich suchte der
1466 Papst den Kurfürsten Friedrich von Brandenburg gegen den ^König Georg zu reizen, vergeblich ihm Hoffnung zur böhmi-schen Krone zu machen. Die Hohenzollcrn hielten cs jetztmit dem Könige Georg, und Markgraf Wrecht gab seineTochter Ursula dessen Sohne, Heinrich von Münsterbcrg. !
Man fand dennoch endlich den Mann, der dem päpst-lichen Banne Nachdruck geben sollte, in König Mathias von jUngarn. Diesem war schwerlich unbekannt, daß sich Georgmit dem Kaiser verbunden hatte) ihm Ungarn zu entreißen,jedoch ohne das wirklich auch nur zu versuchen, ohnehin wardas später ausgeglichen worden. Nun aber überwog Länder-gier bei Mathias jede Erinnerung an Dankbarkeit, er rüsteteund siel Georg an. Gegen diesen standen viele katholischeHerren, doch waren auch viele mit den Hussiten für ihn, ^weil sie das Ve.rderben des Landes fürchteten und keinenglücklichen Erfolg hofften. Bischof Jodocus von Breslau,obgleich er, um den Kirchcnstrafcn zu entgehn, sich gegen denKönig erklären musste, redete immer zum Frieden. Die mei-sten schlesischen Fürsten hielten an Georg (noch 1466), auchdie Herzoge von Sachsen und das brandenburgische Haus.