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Krieg des Ordens gegen Polen.
) Johannis des künftigen Jahres, und cs wurde auf dessenschiedsrichterlichen Spruch der Friede gesetzt.
Beide Theile erhoben vielfache Anklagen gegen einander,alte Beschwerden wurden gehässig herbeigezogen, mit gegen-seitigen Schmähungen und Borwürfen, die zur Sache garnicht gehörten; besonders rückten beide einander vor, für dieAusbreitung des Christenthums unter den Heiden Nichts oderdoch Wenig gcthan zu haben. Als nun König Wenzel denauffallenden Ausspruch that, der Orden solle das von ihm er-oberte Land Dobrin ein Jahr hindurch behalten, währendüber den rechtmäßigen Herrn desselben entschieden würde, diePolen aber künftig keinen litthauischen Fürsten zum Königewählen dürfen, so brachte dieses die polnischen Gesandten soauf, daß sie dem Spruche offen widersprachen und Prag so-gleich verliesscn. König Wenzel hatte wirklich gar kein Recht,Verhältnisse zu berühren, deren Entscheidung ihm nicht oblag,und die klugen Polen durchschaueten sehr wohl die Absicht desOrdens, Litthauen wieder von Polen zu trennen. Dasselbeversuchte auf sehr arglistige Weise König Sigismund, den derOrden für sich gewonnen hatte. Als König Wladislaus denGroßfürsten Witold zu ihm schickte, um der Fortdauer desFriedens mit Ungarn gewiß zu sein, während Polen den Or-den bekriegte, trug Sigismund dem Großfürsten die Erhebungzum Könige von Litthauen und Hülfe gegen Wladislaus an.
Witold trauete dem Sigismnnd nicht und blieb jetzt demWladislaus treu, obgleich er den ihm gemachten Antrag nichtvergaß.
Der König und der Großfürst boten Polen und Litthauenaus gegen den Orden, warben kriegserfahrene Söldner inSchlesien, Mähren und Böhmen; unter diesen war Ziska, dersich später unsterblichen Ruhm an der Spitze der Hussiten er-warb. Dabei war eine solche Kriegslust unter den Polen ge-gen den ihnen verhassten Orden, daß viele tapfere Männer,welche für Sigismund in Ungarn gefochten hatten, sogleichheim eilten, um ihrem Könige Beistand zu leisten. Polen,Litthauer, Tartaren und Masovier mit vielen anderen Söld-nern rückten gegen Preussen an und standen vereint an der Jum'usDrcbnitz. Selbst daß König Sigismund dem Könige Wla-1410
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