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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Universitäten.

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tische armer Studirender der Universität ein Kapital von 20,000Speciesthalern (zum Betrage von 14,666 Thalern) zugesichert,dessen Zinsen spater mit 1200 Thalern auf den neumärkischenZoll zu Frankfurt angewiesen worden waren. Der König hobdas (1723) auf und zwang die Universität, aller ihm gemachtenVorstellungen ungeachtet, sich dafür mit 12,000 Thaler Kapi-tal zu begnügen, wodurch die Freitische sehr beschrankt wurden.

Einen nicht unwissenden aber halb verrückten DoctorBartholdi, der wegen seines ungebührlichen Betragens gegenden Minister v. Printzen in der Hausvogtei gesessen hatte,ernannte der König zum Professor der Rechte an der Univer-sität Frankfurt, obwohl diese vorstellte, daß es im Gehirne desBartholdi nicht richtig sei. Er sing hier allerlei Handel an,verursachte der.Universität viel Verdruß, wurde darauf in einHospital gebracht, und musste dort endlich wie ein Rasenderfestgeschlossen werden ^). Ein gewisser Arnold von Dobrslawein prager Augustiner, welcher in Berlin zur evangelischenKirche übergetreten war, wurde zum Hofrathe und Professorin Frankfurt ernannt, war aber so unwissend, daß ihm derKönig eine Freistelle im joachimsthalschen Gymnasium gab,um dort noch den gehörigen Schulunterricht zu erhalten^).

Der Magister Salomon Jakob Morgenstern hatte in Hallebei einem Glase Wasser und einer Pfeife Tabak vor lärmendenStudenten Vorlesungen über Geographie und Geschichte gehalten,eine Staatsgeographie und ein der Kaiserin Anna von Rußlandund den Grafen Ostermann und Münnich gewidmetes Staatsrechtdes russischen Reichs geschrieben und war dafür reichlich belohntworden. In der Hoffnung, an dem in Moskau zu errichtendenGymnasium angestellt zu werden, wollte er sich dahin begeben. Beiseiner Durchreise durch Potsdam gab er sich am Thore als stla-gister legens an und erregte durch diese ungewöhnliche Bezeich-nung, sowie durch sein auffallend komisches Aeuffere, die Aufmerk-

1) Faßmann I. S. 1020.

L) Morgenstern S. 33. Wie sehr die Universität Frankfurt freilichschon seit der Stiftung von Halle herabgekommen war, zeigt der frei-müthige Loh- Lak. Moser in seiner Lebensgeschichte Th. 1. 3. Ausl-S. 157.