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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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^n einem nun verfallnen SchlosseErschien vor Zeiten jede RechtAns einem rabenschwarzen RosseEin Geist in ritterlicher Tracht.

Entgegen in des Hofes RingeTrat ihm ein feindliches Gebild.

Da griff er rasch nach seiner Klinge,

Und kämpfend klangen Schwert und Schild,

Oft liest er in des Schlosses HallenHell tönend einer Zither KlangZn seiner lauten Stimme schallen,

Die Lust und Leid der Minne sang.

Im Schlosse wollte niemand bleiben;

Die Flucht der Diener fing schon an.

Da hieß, den Spukgeist auSzuirciben,

Der Burgherr seinem Capellan.

Gerüstet mit des Bannes Waffen,

Begann der Priester seinen Spruch:»Gespenst, was hast du hier-zu schaffen?Uns schreckt dein nächtlicher Besuch."

»O, lasset euch vor mir nicht grauen!"Erwiederte der Geist darauf:

»Im Nitterkampf und Dienst der FrauenVollbracht' ich meinen Erdenlauf.