das eben in der Hauptstadt beginnende Carneval, wozuihn der Fürst in einer eigenhändigen Zuschrift cingeladenhatte, zu besuche», dann noch eine andere Nebenrcisc zumachen, und nicht eher »ach Michelheim zurück zu kommen,bis Albert seine Braut heimgeführt haben würde. Sowollte er den Zeitpunkt, in welchem er den Zweck seinerReise nach Michelheim zu enthüllen gesonnen war, bequemund ohne Langeweile heran rücken lassen.
Mit diesem Vorsatz verließ er am frühen Morgen seinLager, und machte sogleich Anstalt zur Abreise. Er sandtedem Hauptmann und Elisen eine Absckiedskarte, übergabKreiseln ein ähnliches Blättchen für das gesammte Casstno,beurlaubte sich bei dem Bürgermeister durch einen kurzenBestich, umarmte den Dichter, verabredete mit ihm einenfleißigen Briefwechsel, setzte sich in den Wagen und fuhrfort.
Der Bürgermeister kam ganz gerührt aufs Nathhausund sagte: „Welche Auszeichnung erfuhr ich heute! Ichwcrd' es, so lange meine Augen offen stehen, nicht verges-sen, daß mich Seine Ercellcnz, der Herr Geheime Rath,eines Abschiedsbesuchs würdigte, indem er im Begriff stand,sich zum Hoflager unsers gnädigsten Fürsten zu begeben.Er umarmte mich — bedenken Sw, meine Herren! — erumarmte mich! Und nicht etwa vornehm kalt, sondern miteiner fast brüderlichen Herzlichkeit. Ueberhaupt muß ichrühmen, daß mir der edle Herr während der ganzen Zeitseines Hicrsepns eine besondere Zuneigung bewies; undich selbst verspüre gegen ihn in meinem Herzen eine ehr-furchtsvolle Affektion, die sich zu einer completcn Freund-schaft formiren würde, wenn er nicht durch Rang undGlücksgüter so weit über mich erhaben wäre. Ich preise