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©riefe.
Sflenfchen; unb in ih«nt praftifdjcn Steife will fie nicht burd)einen lieblofen beSpotifchen fategorifdjen S>«perattv>, bet fetbft bemSBefen bet ©ernunft ganj juwiber ift, fonbern burd> bie fünftenallmächtigen Seite ber allbetebenben ßiebe, bie SJienfdjen — nichteinem blofen Sbeat beS h> 6 dt>ften ©utcn, fonbern bem realjten 2Be=fen alter SÜBefen, ©ott, immer naher bringen. S)iefe ^ö^xtofo^phjtc,mein lieber alter ©ruber .Kant! wirb bie oielen unruhigen SEBünfche,©egierben unb Strebungen 3h«r unmäßigen Selb|tfud)t jtillen,unb Shnen einen inneren unauSfprechlichen himmlifchen gtiebenoerfchaffen, welches Sh«, in f° fielen ^Bagatellen unb SftichtSwür*feigfeiten ftd) herumtreibenbe g>h)tlofo^h)te nie oermag.
^)ier fchtiefje id£> nun meinen ©rief, lieber .Kant! Sch fdjviebit>n als Sht rcblicher SOfitmenfcfe unb ©ruber, weil eS mich innigjifchmerjte, Sie auf einem 2Bcge wanbeln ju fel;en, ber ju Sh«*eigenen Seele unb ju fo oieler 9J?enfchen ©erberben fühlt, ©ottoerjeihe eS jenen niebrigen unb unwürbigen Schmeichlern, bie bis*her fich nicht fchämten, auS Unoerjlanb Sie ber SfBelt jum Abgottaufjuftcllen unb baburch Sh« arme, allju eigenfüdhtige Seele aufs^) 6 ch(fe ju reijen, ftd) Sh«r Selbfl^eit ganj ju überheben! Schbitte Sie um eine balbige, meinen SBünfchen entfprechenbe Tlnt;wort unb bleibe ftetS Sh* aufrichtiger ©ruber, unb in ^infichtauf Sh« Salente unb Shatigfeit
Shr
wahrer ©creljterSohann 2luguft Schlettwein.
Kant’S ©rflärung auf ben ©rief Scl)letttt>ein’§.
Sn einem ©riefe, batirt oon ©reifSwalbe b. 11. SJlat 1797,ber fich burch feinen feltfamen S£on fonberbar auSnimmt unbgelegentlich bem publicum mitgetheilt werben foH, muthet mir 4 ?r.Sohann Huguft Schlettwein ju, mich mit ihm in einen©riefwechfel über bie frttifche fPhilofopljie einjulaffen 5 ju welchem