is.
Äönt imb ©djlctttveut.
©rfter 33rief.
@ $ I e t t H) t i tt an Äant.
(Swlfswatbc, b. il. fflJai 1797.
^$cb fcbreibe Sonett, berühmter Sßann! weil mich ber feurigjie©rang meines d^erjenS ba$u aufforbert. 3cb fmbe S^te dbritifbet reinen 33ernunft unb alle übrige größere nnb Heinerepbilojoptnfcfye SBerfe, bie @ie ber SGßelt feit ber ©rfebeinung bererfleren gefebenft fjaben, mit ber anbaltenbften 2lufmer?famfeit gelesfen unb ju wieberbolten Skalen gelefen, unb über ben ganzen Sc-halt berfelben ernftlicb unb tief nacbgebadbt. 3$ befenne 3bnenaber frei, mein Steurer! bajj @ie babureb noch jur Seit Webermeinen ®eiji, noch mein £erj ^aben anjieben fönnen, um in 3b«r©efellfdbaft ben gufijteig, ben ©ie betreten höben, nach SbtemSGBunfcbe jur £eereSjirafse madben ju helfen. 3d) will Sbnw mitreblidber Offenheit MeS barüber fagen, was bet Sltenfcb bemSKenfcben fagen unb ber SJJenfdb oom SD?enfd£)en gern anbören foll,wenn ©tner, wie ber 2lnbere bie üDienfcbbeit achtet, unb wenn(Siner gegen ben 3lnberen oon wahrer Sruberliebe glüht.
©rft (ich fmb Sb« ©Triften allju »oll oon ben ftoljeften3lnmafiungen einer ©üiperioritat Sb*« ©enKraft über bie ©enHfrafte ber größten fOZenfchen aller Seitalter; unb oft madben ©iefidb fdhulbig ber auffallenbften Ungeredbtigfeiten unb bet utwerjeib=liebften lieblofeften ©eringfehä^ung unb SSerböhnung würbiger SDtam