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10 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Anthropologie und Pädagogik : nebst einer Sammlung von Briefen und öffentlichen Erklärungen und einem chronologischen Verzeichnisse sämmtlicher Schriften Kant's
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83on ber p£;pftfcf>cn Grtjiebung.

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I 5Kan fagt gemeinhin, baß Äinber fe^c ßhwer faßen fönnen,tfujjetbem aber, baß Äinber nicht einmal ferner fallen fönnen, foI f^abet eS ihnen auch nicht, wenn fie einmal faßen, ©ie lernennur ftcf) beßo beffer baS ©teichgewicht geben unb ftch fo ju wen»ben, baß ihnen ber Saß nicht fchabet. 9)lan fefct ihnen gewöhn*lieh bie fogenannten 33uhmüßen auf, bie fo weit porßehen, baßbaS jfinb nie auf baS ©eftcht faßen fann. 2)aS aber ebeneine tiegatioe Gcrjtehung, wenn man fünßliche Snßrumente anwen*bet, ba, wo baS äfinb natürliche £>af. .£>icr ftnb bie natürlichenSBerfjeuge bie Jgjanbe, bie ftch baS Äinb beim gaßen fchon oor*halten wirb. 3e mehrere fünßliche SBerfjeuge man gebraucht, beßoabhängiger wirb ber SDfenfcß oon Snßrumenten.

Ueberhaupt wäre eS beffer, wenn man im Anfänge wenigerSnßrumente gebrauchte unb bie Äinber mehr Pon felbß lernen ließe,fie möchten bann 9JiancheS piel grünblidper lernen, ©o wäre eSj. 25. wohl möglich, baß baS Ätnb pon felbß ßhretben lernte.£)enn Semanb hot eS hoch einmal erfunben, unb bie ©rftnbung auch nicht fo fel;r groß, fßtan bürfte nur j. wenn baSÄinb 23rob wiß, fagen: fannß bu eS auch wol;l malen? £)aSÄinb würbe bann eine Opale gigur malen. CSßan bürfte ihmbann nur fagen, baß man nun hoch nicht wiffe, ob eS 33rob obereinen ©tein porßeßen foße; fo würbe eS nachher perfuchen, baS25 ju bezeichnen u. f. w. unb fo würbe ftch baS d?inb mit ber3eit fein eigenes 2t SS @ erft'nben, baS eS nachher nur mit anbetenSeichen pertaufchen bürfte.

(SS gibt gewiße ©ebrcchen, mit benen einige Sfittber auf bieSBelt fommen. #at man benn nicht SJtittel, biefe fehlerhafte,gleichfam Perpfufchte ©eßalt wieber ju öerbeßern? @S burchbie SSemühung oieler unb fenntnißreicher ©chriftßeßer ausgemacht,baß ©chnürbrüße t)kt nichts helfen, fonbern baS Uebcl nur nochärger machen, inbem fie ben Umlauf beS S5luteS unb ber ©dfte,fowie bie hochß nöthige 2tuSbehnung ber äußeren unb inner»lidjen $hcile beS Körpers hinbern. SBenn baS iftinb frei gelaf*fen wirb, fo erercivt eS noch feinen 2eib, unb ein Sßenfdh,