©er 6l)arafter ber ©attuug.
S3on ber ©attung gewiffer SBefen einen (Eßarafter anjugebenbaju wirb erforbert: baß fie mit anberen unS befannten untereinen S3egriff gefaßt, baS aber, wobureb fie ftd) »on einanber unsterfebeiben, als (Eigentbümticbfeit (proprietas) jum UnterfcbcibungS*grunbe angegeben unb gebraucht wirb. — SBenn aber eine 2trtSBefen, bie wir fennen (A), mit einer anberen tlrt SBefen (non A),bie wir nicht fennen, »erglicben wirb: wie fann man ba erwartenober »erlangen, einen ßbarafter beS elfteren anjugeben, ba un5ber SJtittelbegriff ber §3ergleicbung (tertium coinparationis) ab--gebt? — £>er oberfte ©attungSbegriff mag ber eines i.rbifcben»ernünftigen SBefenS fein, fo werben wir feinen (Eßarafter beffeU»en nennen fönnen, weit wir »on »ernünftigen, nicht irbifchenUBefen feine Äenntniß bakm, um ihre (Eigentbümticbfeit angeben unbfo jene irbifeben unter ben SSernünftigen überhaupt ebarafterifiren jufönnen. — (ES fdjeint alfo, baS Problem, ben ©bßrafter ber SJtenfcbemgattung anjugeben, fei fcblecbterbingS unauflöslich; weil bie 2lufl6*fung burch SSergleidfjung jweier © p e c i e S »ernünftiger SBefen burch(Erfahrung angejtellt fein müßte, welche bie ledere uijS nichtbarbietet.
(ES bleibt unS alfo, um bem SJicnfcben im ©p|tem ber leben*ben Statur feine Ätaffe anjuweifen unb fo ihn ju ebarafterifiren,nichts übrig, alS: baß er einen Gf;arafter bat, ben er ftef) felbft