348 Anthropologie. II. SSfjeU. Anthropol. et)awftcu(!if.
£>a fte gefugt werben folf, (benn ba§ will bie bern ®efd)(ed)tnothwenbige Steigerung;) jo wirb fte borf> in ber ©Ije felbfl aUge,gemein ju gefallen fuchcn muffen, bamit, wenn fte etwa jungeSSittwe würbe, ftd) 8iebl;öber für fte ftnben. — £>er SDtamt (egtalle foCcfjc Anfprttche mit ber ®(;eoerbinbung ab. — ©aber ijf bie©iferfudjt auS bem ©runbe biefer ©efallfudjt ber grauen ungerecht.
©ic eheliche ßiebe aber ift ihrer Ulatur nad) intolerant,grauen fpotten baruber juweilen, aber wie bereits oben bemerftworben, im ©djerj; f) benn bei bem Eingriffe grember in biefcSiechte bulbenb unb nachfichtliih &u fein, müfjte X5erad)tung beäweiblichen SEheüS unb hiemit auch .fpafi gegen einen folgen @he=mann jur golge höben.
©afj gemeiniglich 33äter ihre S£öd)ter unb SOJütter ihre ©ohne»erjiehen, unb unter beit lederen ber wilbefle Sungc, wenn ernur Eül;n ifi, gemeiniglich oon ber SDiutfer oeqogen wirb; ba§fcheint feinen ©runb in bem fProfpect auf bie SSeburfniffe beiberkeltern in ihrem ©t erbefall ju haben; benn wenn 'bem Statinefeine grau (firbt, fo hat er hoch an feiner ätteffen $Eod)ter eine ihnpflegenbe ©tü&e; ftirbt ber Butter ihr SDtann, fo hat ber erroadpfene wohlgeartete. ©of;n bie Pflicht auf ftd), unb aud) bie nattmliehe Neigung in ftd), fte ju oerehren, gu unterfiüfcen unb ihr baäßeben als StBittwe angenehm ju machen.
Sch h fl be mich bei biefern Sitel ber ßbarafteriftif länger auf>gehölten, als eS für bie übrigen Abfchnifte ber Anthropologie pro=portionirlich fcheinen mag; aber bie 9fatur h«t aud) in biefe ihre©efonomie einen fo reichen ©d)ah oon SSeranftaltungen ju ihremSwetfe, ber nichts ©eringereS ift, als bie ©rhaltung ber Art, h‘ n =eingelegt, baff, bei ©clcgenheit näherer 9Iad)forfd)itngen, eS nochlange ©toff genug ju Problemen geben wirb, bie SÖeiSheit ber fichnach unb nad) entwicfelnben SHaturanlagen ju bewunbern unbpraftifd) ju gebrauchen.
-;■) l. MitOg.: „grauen fpotten baruber int ©cljerj;"