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10 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Anthropologie und Pädagogik : nebst einer Sammlung von Briefen und öffentlichen Erklärungen und einem chronologischen Verzeichnisse sämmtlicher Schriften Kant's
Entstehung
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III. 85ud). ä3otti 33egchtuttggün'mögeit. §.,86. 311

t>mi, (oornehmlich, wenn eg gar einfameg Schweigen wirb,) @jc=l)au(lion; erfchöpfcnbe Arbeit, nicht belebenbeg Spiet ber ©ebanfen.j[)er gentefjenbe Sftenfch, ber im Senfen wdhrenb ber einfamenStabljeit an ftch felbfl jchrt, verliert allmählig bie dftunterfeit, bieet bagegen gewinnt, wenn ein SEifchgcnoffe ihm burcfy feine abwech=felnben ©infdlle neuen Stoff jur ^Belebung barbietet, welchen erfelbfl nicht hat augfpürert bitrfen.

S3ei einer üoflen SEafel, wo bie äsielpeit ber ©erichte nur aufbag lange 3ufammenhatten ber ©djle (coenam ducere) abgejwecftifl, gel;t bie Unterrebung gewöhnlich burcb brei Stufen: 1) @r =jählen, 2) Sfdfonniren unb 3) Scherjen. A. 25te9leuig--feiten beg SEageg, juerfi einheimifrfje, bann auch augwdrtige, burch5)rioatbriefe unb 3eitungen eingelaufene. B. 2Benn biefer erfie2lppetit befriebigt ifl, fo wirb bie ©efellfchaft fd)on lebhafter; bennweil beim 33ernünftcln S3erfd;iebenheit ber Seurtheilung über einunb baffelbe auf bie Sahn gebrad;te Object fd;werlich &u oermeibenifl, unb Seher hoch oon ber feinigen eben nicht bie geringfle SDJeUnung hat; fo erhebt fich ein Streit, ber ben 2lppetit für Schüffelunb S3outeiUe rege, unb nach bem SOtaafje ber Sebl;aftigfeit bicfcgStreitg unb ber SEfwünahme an bemfclben, auch gebet'hlid) macht.C. SBeit aber bag SSernünfteln immer eine 2trt non Arbeit unbÄraftanftrengung ifl, biefe aber burch einen, wdhrenb beffelbeti

welche fprincipictt er ffe fpffematifcl) anftuipfen foltc, unb bie Sbcen, weit ficnicht ICnfcfjauungen ftnb, fchmcben glcichfant in ber Cuft ifjm oot. iDer l)i=ftorifcf); ober ntathematifch = ©clehrte taten ft'e bagegen oot fich (unfrellen, unbfo fte, mit ber ?jebet in ber .jhanb, allgemeinen Kegeln ber ffiernunft gemäß,hoch gleich als gacta, empirifeh orbnett, unb fo, weil baß SSorigc in gemiffettfpunctcn ausgemacht ift, ben folgenbeit Sag bie ?lrbett apn ba fprtfe&fit, woer fte gclaffcn hatte. SBaS ben $>ljitofophen betrifft, fo tarnt man ihngar nicht als Arbeiter am ©ebäube ber SBiffenffhaftcn, b. i. nicht als ©e--lehrtcn, fottbern muß ihn als gBciSbfitSfprfchet betrachten. @S iff bieblofe 3bcc bpii einer iperfott, bie ben (Snbjivecf alles SBiffeitS ffch praftifeffunb (jutn ©chuf bcffelben) auch thepretifch zum ©cgcnffaitbc macht, unb manfann biefett Kanten nicht im Plural, fottbern nur im ©ittgular brauchen(bet spfjilofoph .urtheilt fo ober fo); weil er fine blofe 3bce bezeichnet, fpf)i =lofophen aber ;u nennen eine SStclhcit non bem anbeutcii' würbe,'washoch abfolute ©nhett ift.