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10 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Anthropologie und Pädagogik : nebst einer Sammlung von Briefen und öffentlichen Erklärungen und einem chronologischen Verzeichnisse sämmtlicher Schriften Kant's
Entstehung
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292 Jfnttycopologie. I. Sf>cif. 3fntf)i'opo(. JDibaftif.

beim Stegenfcbauer,) gehört auch babin. 9iicbt bic SBabwebmungber ©efaf;r, fonbern ber btofe ©ebanfe »on ©efaf)r, obgleichman weifj, bafj feine ba ift, bringt biefe ©mpftnbung benjor,bie, wenn ftc btofe 2fnwanblung, nicht 'ttuSbrucb beö ©ebreefs ift,eben nidjt unangenehm ju fein fetjeint. I

25er ©cbm inbel unb fetbft bie ©eefranfbeit fdbeint ihrer I

Urfad)e nach in bie .Klaffe fotdjer ibeaten ©efabren gu geboren. '

Q£uf einem SBret, was auf ber ©rbe liegt, fann man ohne SEainfen fortfebreiten; liegt cS aber über einem 2lbgrunbe, ober für ben, ^ber neroenfebmaeb ift, aubb nur über einem ©raben; fo wirb oft bieteere SBeforgnifj ber ©efabr wirftid) gefährlich. S)aS ©djroanfeneineä ©cbiffeS fetbft bei gclinbem SSBinbe ift ein wecbfetnbeS ©infenunb ©ebobenwerben. 5Bei bein ©infen ift bie SBeftrebung ber 5{a:tur ftd) git beben, (weit alles ©infen überhaupt föorfiellung uon ©efabrbeift'cb führt,) mithin bic ^Bewegung beS StagenS unb berßingeweibe»on unten nach oben ju mit einem ttnreij jum ©rbredjen metfia«nifcb »etbunben, welcher alSbann noch »ergrofsert wirb, wenn ber ^Patient in ber .Kajüte jum Senfter berfelben bi^ouöfdjaut unbwecbfelSweife batb ben ^immet, batb bie @ee in bie 2tugen hufommt, wobureb bie SSäufcbung eines unter ihm meidjenben ©ifjtSnodb mehr gehoben wirb.

©in 2tcteur, ber fetbft fatt ift, übrigens aber nur SSerftanbunb ftarfeS SSermögen ber ©inbilbungSfraft beft'ht, fann bureb einenaffectirten (gefünftetten) 2tffect oft mehr rühren, als burd) benwahren, ©in ernftlicb SSertiebter ift in ©egenroart feiner ©eliebten 1»erlegen, ungefebieft unb wenig einnebmenb. ©iner aber, ber blo§ben 33er liebten macht unb fonfi latent bat, fann feine Stollefo natürlid; fpielen, bafj er bie arme betrogene in feine ©djlingen {bringt; gerabe barum, weit fein £erj unbefangen, fein Äopf darunb er atfo im ganjen SSeftfse beS freien ©ebraubbS feiner ®e>fdjidlicbfeit unb .Kräfte ift, ben ©cbein beS ßiebenben febr natür=

lieb nacbjumacben.

23aS gutmüfbige (offenherzige) Sachen ift, (atS jum 3fffect bettfröblicbfeit gebörenb,) ge fettig; baS b«mifcbe (©rinfen) feinfc