264 2fmI;copoIogte. I. &f)eif. Knthtopol. Sibaftif.
ba§ <&v1)dbcne gehört jwar aud) jur dfthetifchen SBeurt^eitung,aber nicht für ben ©efchmacf. Uber e§ fann unb foH bic ä$or>fiellung be§ ©rhabenen bod; an fiel) fd)6n fein; fonfl ijf f( £raul), barbarifcf) unb gefchmacfwibrig. Selbfl bie Sar|tellungbe§ 33öfen ober fpdglicben, (g. ®. ber ©e|talt be§ perfonificirteitSobeS bei fDfilton,) fann unb muß febon fein, wenn einmal ein©egenftanb aflfjetifcf? oorgeftellt werben foll, unb wenn e§ muhein $^erfite§ wäre; benn fonfl bewirft fte entweber Unfd)matfihaftigfeit ober ©fei: welche beibc ba§ 5Be|treben enthalten, einehßorflellung f), bie jurn ©enug bargeboten wirb, Bon ftd) jtt flogen,ba hingegen Sd)ünhett ben 33egriff ber ©inlabung jur innigffenSSereinigung mit bem ©egenftanbe b. i. jum unmittelbaren ©emifbei ftd) führt. — SSJtit bem 2lu§brucf einer fdjönen Seele fagtman Me§, wa§ ftcf), fte jum 3wecf ber innerften S3ereinigungmit il;r gu machen, fagen lagt; benn Seelengröge unb See;lenjldrfe betreffen bieSftaferie (bte UBerfgeuge ju gewiffengreifen);aber bic Seelengute, bie reine gorm, unter ber alleSweife ftd)Bereinigen laffen muffen, unb bie baffer, wo fte angetroffen wirb,gleich bem ©ro§ ber gabclwelt, urfchöpferifd), aber attd)übertrbifch ifl, — biefe Seelengüte i|l hoch ber SJiittelpuiut,um welchen ba§ ©efchmacfäurtheil alle feine Urteile ber mit bttgreiheit beö 33er|tanbe§ Bereinbaren ftnnlichen Sufi Berfammelt.
llnmerfung. SSBie mag e§ hoch gefommen fein, bag oor=nehmlid) bie neueren Sprachen baS dftgctifche S5eurtf)ciliingäoer-mögen mit einem HuSbrucf (gustus, sapor), ber blo6 auf ein ge*wiffe§ Sintienwerfgeug (ba§ innere be3 SOfunbcä) unb bic Unter*fcheibung fowohl, al§ bie SSJagl genießbarer Singe burdi baffetbehinwetfet, bezeichnet haben? — ©§ ifl feine Sage, wo Sinnlich*feit unb S3erflanb in einem ©enuffe Bereinigt fo lange fortgefefet,unb fo oft mit SBohlgefallen wieberfjolt werben fönnett, — alseine gute äftaglgeit in guter ©efellfdjaft. — Sie crftcre wirb aberhiebei nur als> SSefjifel ber Unterhaltung ber lederen angefchett.
+) 1. yuOg.: „welche beibc ffleftrebungen, eine SBorffelfung" »■ f |l ’'