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10 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Anthropologie und Pädagogik : nebst einer Sammlung von Briefen und öffentlichen Erklärungen und einem chronologischen Verzeichnisse sämmtlicher Schriften Kant's
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S36 Äntbcopologie. I. Kntbropol. 25ibaftif.

©ubfcctioeS (j. 85. ©ewobnbeit ober Neigung) teidEjttidt) für ob:jectio würbe gebellten werben; ale> worin gerabe ber (gbfem hi-,fleht, oon bem man fagt, er betrügt, ober oielmebr, woburtbman oerteitet wirb, in ber 2lnwenbung einer Siegel ftcb felbjt j Ubetrügen. 25er, welcher ftcb an biefen fProbirjtein gar nicptfebrt, fonbern c§ fiel) in ben Äopf fe^t, ben fPrioatfinn, otjne oberfetbfl wiber ben ©emeinftnn febon für giftig anjuerfennen, i(f eisnem ©ebanfenfpiet fyingegcben, roobei er nicht in einer mit 5(nbe:ren gemeinfamen Söelt, fonbern (wie im SEraum) in feiner eigenenfiel) fief)t, »erfahrt unb urtbeilt. SBiSweilen fann es> boeb bloSan ben ITuSbrücfen liegen, wobureb ein fonft bellbenfenber Äopffeine äußeren Ußabmebmungen 2lnberen mittbeilen will, bap fienicht mit bem ^Princip be§ ©emeinfinneS äufammenjlimmett »otlen unb er auf feinem ©inne beharret. ©o b^ttc ber geiftooHe33erfaffer ber Dceana £arrington bie ©rille, bap feinebünftungen (effluvia) in gorm ber fliegen oon feiner |>aut ab:fprängen. @§ fönnen biefeS aber wohl eleftrifcbe äßirfungen aufeinen mit biefem «Stoff überlabenen Körper gewefen fein; troronman auch fonft (Srfabrung gehabt haben will, unb. er hat bamitoieileicbt nur eine 3lehnlichfeit feines ©efüblS mit biefem 2lbfprunge,nicht ba§ ©e^en biefer fliegen anbeuten wollen.

25te XSerrücfung mit 303 u t h (rabies), einem Offerte beä3orn§ (gegen einen wahren ober eingebilbeten ©egenftanb), welcherihn gegen alle ©inbrüefe oon aufen unempftnblicb macht, iji nureine ©pielart ber Störung, bie öfters febreefbafteo auSfieft,fie in ihren folgen iji, welche, wie ber fParorpSmuS in einethingen öbranfpeit, nibht fowohl im ©emüth gewurjelt, als »ichmehr burch materielle Urfabfen erregt wirb, unb oft burch benIlrjt mit ©iner ©abe gehoben werben fann.

£3on ben Talenten im ©rfenntnifioermögen.

§ 52 .

Unter Talent (Utaturgabc) oerfteht man biejenige SSorjüg--liebfeit be§ ©rfenntnifjocrmögenS, welche nicht oon ber Untewei=