214 Anthropologie. I. £f)ci(. Anthroppl. Sibaftif.
§3on bett ©cbroächen unb Äranfbeiten ber ©cele inAnfebung ihres ©rfenntnifmrmpgcnS.
A.
Allgemeine ßintfjeilung- f)
§• 43.
Sie gehler bcS ©rfenntnißoermögenS ft'nb entweber ©emütfjS:fchwäcben, ober ©emüthSfranfheiten. Sie dhranfheiten betSeele in Anfelfung beä ©rfcnntnißoermögenS (affen ftd) unter jw t j4?auptgattungen bringen. Sie eine ift bie ©rillenfranf&eit(4?t)pocbonbrie) unb bie anbere baS geftörte Sem ü11> (9Jtanie)tf).33ei ber erfteren ift ftd) ber Jbranfe wol)l bewußt, baß e$ mitbem Saufe feiner ©ebanfen nid£)t richtig jugehe; inbetn ben ®angberfelben ju richten, ihn aufjuhaltcn ober anjutreiben, feinerer»nunft nicht Ijtnreichenbe ©ewalt über ficf) felbft hot- Unjeitigegreube unb unjeitige 33efümmcrniffe, mithin Saunen, voechfetn,tvie baS SBetter, baS man nehmen muß, toie eS fich ftnbet, inihm ab. — SaS Srocite ift ein wißfübUicher Sauf feiner ©eban»fen, ber feine eigene (fubfectioc) Siegel h^t, welche aber ben (ob:fectioen), mit ©rfaßrungSgefcljen jufammenftimmenben juwiberläuft.
Sn Anfehung ber ©innenoorffeßung ift bie ©emüthSjiörungentweber Unfinnig feit fff) ober SB ahn f in n. AIS SSerfebrtheitber UrtheitSfraft unb ber Vernunft, h^ipt fte Sßahnwib oberAberwife. SBer bei feinen ©inbitbungen bie Skrgleichung mitben ©efefsen ber ©rfahmng habituell unterläßt (toachenb träumt),ift fPßantaft (©rißenfänger); ift er e§ mit Affect, fo bfipt «©nthufiaft. Unerwartete Anwanblungen be§ $>h an taflen IjeifjmUeberfülle bet ^hnntafterei (raptus).
Ser ©infältige, Untluge, Summe, ©ecf, 5£ßor unb Starr un-.
f) ®iefe Uc&erfcljrift Ift 3nfafs ber 2. tfuög.
ft) ®iefer § beginnt in ber 1. AuOg. fo: „®ie obfrfte ©intbeilung ift inbie, weiche ©riitenfranffjcit (bypocfionbric), unb bie, weiche gcfrörtcS©emutf) (delirium) genannt wirb. Sei ber erfteren" u. f. io.ttt) t- tCuSg,: „ SBlöbfinnigfcit"