I. 33ud). S3om ©rfenntnipoemtögen. §. 41. 211
tifcbeunbpraftifcbe Urtbeiläfraft,) ift nicht fofcbimmernb, alSbaäjenigciüetd;eä erweiternb i(l; bcnn e§ gebt bto§ benrgefunben SSerfianbe gut©eite unb mad)t ben S3erbanb gwffcben biefem unb ber 83evnunft.
§. 41.
2Bcnn nun 23er(lanb ba§ Vermögen ber Sfegeln, bie Urteils*ftaft baS SSenncgen baS SSefonbevc, fofern e§, ein gaU biefer Siegeti(t, aufguftnben ift, fo ijt bie SSernunft ba3 S3erm6gen, üon bem'ilHgemeinen ba§ S3efonbeve abjuleiten unb biefe§ testete alfo nach|>rincipien unb atS notbwenbig oorguftellen. — SJian fann ffeß(fo aud; burcb ba5 SSermögen, nad; ©runbfä|cn gu urtbeitenunb (in praftifcber Siücfficbt) ju banbeln, erflaren. 3u jebernmoralifcben Uvtf>eife, (mithin aud; ber Religion) bebarf ber SDienfcbVernunft unb fann ftd; nicht auf (Satzungen unb eingefübrte ®e»brauche fufjen.— Sbeen ftnb SSernunftbegriffe, benen fein ©egem(fanb in ber @rfat;rung abaquat -gegeben werben fann. ©ie ftnbtreber 3lnfcbauungen, (wie bie uon Staunt unb Seit,) noch ®e»füfjlc, (wie bie ©lüeffeligfeitSlebre ffe fud;t,) welche beibe gur ©inn«liebfeit gel;ören; fonbern S3egriffe non einer SSoIlfommenbeit, berman ftcb gwar immer nähern, fte aber nie ooHptänbig erreid;enfann.
S3ernünftelei (obtte gefunbe S3ernunft) ijt ein ben ®nb«grneef oorbeigebenber ©ebraueb ber SSernunft, tfjeifä au§ Unoevmö;gen, tt)eil§ au3 33erfel;lung be3 ©eftcbt§puiicte§. SJlit SSernunfttafen ber gorm feiner ©ebanfen nad) gwar nad) ?>rincipicn
«erfahren, ber SJiaterie aber ober bem 3«>«fe nabb bie biefem ge=rabe entgegengefehten SJitffcl anwenben.
Subalterne muffen nid)t üernünfteln (räfonniren), weilil;nen baS fPrincip, wornadb gebanbett werben foH, oft üerbcblt»erben muff, wenigftenä unbefannt bleiben barf; ber 33c,febl§h<>ber(®eneral) aber mufj SSernunft hoben, weil il;m nicht für jeben«orfomtnenben gaU Snfiruction gegeben werben fann. Saft aberber fogenannte Saic (Laicus) in ©acben ber Religion, bä biefe al»SJtoral gewürbigt werben ntuf, ftcb fein« eisenen SSernunft nicht
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