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10 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Anthropologie und Pädagogik : nebst einer Sammlung von Briefen und öffentlichen Erklärungen und einem chronologischen Verzeichnisse sämmtlicher Schriften Kant's
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Äcanf(;citeit beg Äopfeg.

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# ß im ©efyirne fabelt mag, wie bie beliebte SBochenfchrift, bie[nutet bent Flamen beg 2lrjteg allgemein befannt ift, e» im 150,151, 152ten ©tücfe wahrfcheinlid) barthut. 3$ fann michifcsjat auf {einerlei 2Seife Überreben: bajj bie Störung beg ®emüfh§,itie man gemeiniglich glaubt, aug £od)mutl), Siebe, aug gar jullatfcm üftacbfinnen, unb wer weif? wag für einem SÖtif brauch bergedenfräfte entspringen füllte. Siefeg Urtheit, weldjeg bem .Kran*ftn au§ feinem Unglinfe einen ©runb ^u fpöttifdjen SSorwürfenmfld)t, i|l fefw lieblog unb wirb burct) einen gemeinen 3trtl)um oer;«nlaft,, nad) weld)em man Urfadte unb SEirfung gu uerwechfelnpflegt. SBenti man nur ein 2Bentg auf bie S3eifpiele 2ld;t bat, fowirb man gewähr: baff juerfl ber Körper leibe, baf) im Anfänge,6a ber Heim ber Jtranfheit ftd) unoermerft entwiefclt, eine jwei=ballige f8crfcl>fU;cit gefpürt wirb, bie noch feine S3ermutf)ung einerStorung beg ®emütl)§ gibt, unb bie ftd) in wunberlidben Siebeg:grillen, ober einem aufgeblafenen SEBefen, ober in oergeblichem tief;pnnigem ©rübeln äußert. Sltit ber Seit bricht bie Äranfbeit augunb gibt 2tntaff, ihren ©runb in bem nächflüorhergehenben Suftanbebe§ SemütbS ju fefeen. SJtan follte aber oietmehr fagen, ber SOJenfd)fei fjoebmütbig geworben, weil er fd&on in einigem ©rabe geflörti war, als, er fei gefi&rt worben, weil er fo hochmütig gewefen ift.

i Siefe traurigen Uebel, wenn fie nur nicht erblich ftnb, taffen noch

eine glücflid;e ©enefung hoffen, unb berjenige, beffen SSeiftanbmanhiebei oornehmlid) ju fuchen hat, ifi bet 2lrjt. Socb mochte ich©)tm halber ben ^Ijtlpfopfjen nid)t gerne augfehtiefien, welcher bie25idt beg ©emüth§ oerorbnen fönnte; nur unter bem SSebing, baffer biefür, wie für feine mel)rfte anbere SSefchäftigung, feine S5e=jahlung forbere. Sur Srfennttichfeit würbe ber 2trjt feinen 23eU flanb bem ^hitofapben aud) nicht oerfagen, wenn biefer bigweilen

1 bie große, aber immer oergebliche @ur ber Narrheit üerfud)te. @r

würbe j. ©. in ber 5£obfud)t eineg gelehrten ©djreicrg in SSe-tradptung jiehen: ob nicht fatharftifdje SKittel, in oerftarfter SofcI genommen, bagegen etwag oerfangen feilten. Senn ba nach ben