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10 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Anthropologie und Pädagogik : nebst einer Sammlung von Briefen und öffentlichen Erklärungen und einem chronologischen Verzeichnisse sämmtlicher Schriften Kant's
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SSerfud) über bic

jti in biefem Suftmtbe eben ba§, wa§ im SBachen bie Smbftnbutijitn | jfinb. SDkn fefee nun, baf) gewiffe Sbimären, burch welche Urfndf)e; 1 1e§ auch fei, gteidjfam eine ober anbere Srgane be§ ©el)irneg u tt . iIc&t Rattert, bermafien, bafi ber ©inbruef auf biefetben eben fo tj e f!unb jugteid) eben fo richtig geworben wäre, als ihn eine ftnnfify©mpflnbung nur machen fann, fo wirb biefeS £irngefpen|i fettjl -im SBachen bei guter gefunber 58ewunft bennoch für eine wirf(id)tErfahrung gehalten werben muffen. Senn eS wäre umfonft, ein«©mpftnbung, ober berjenigen ffiorfiettung, bie ihr an ©tärfc giftyfommt, SSernunftgrünbe entgegenjufehen, weit oon voirflichen :Singen bic ©inne weit größere Uebergeugung geben, als ein SSet* [nunftfddufj; jum SBenigftcn fann berfenige, ben biefe ©himäre be= jjaubert, niemals bureh SSernünfteln bal)in gebracht werben, an bttSBirflichfeit feiner üermeinten ©mpftnbung ju jweifetn. 50tan fin>bet auch, baff 5)crfonen ; bie in anberen gälten genug reife 58m j;nunft jeigen, gleichwohl feft barauf beharren, mit aller 2fd)tfam>feit wer weifj wa§ für ©cfpenftergeftalten unb grafeengefichtet gesfefjen ju haben, unb bafj fie wol;l gar fein genug finb, iljre ein«gebilbete Erfahrung mit mandjetn fubtilen 58ernunfturtheil in 3« :fammenhang ju bringen. Sicfe (Sigenfd;aft beS ©eflörfen, nachwelcher er ohne einen befonbcrS merflichen ©rab einer heftigen Äranfsheit im wachcnben 3uflanbe gewohnt iff, gewiffe Singe als flatempfunben fid) oorju(teilen, oon benen gleid;wol;l nid)t§ gegenroarttgiff, heifit bie 33crrücfung. Ser S3errüdte ijt atfo ein Sräumtrim SBachcn. Sfi ba§ gewof)ntid;e ffitenbwerf feiner ©inne nur jumSEh«it eine Shimäre, größten SSheilS aber eine wirfliche ©mpfinbung,fo ift ber, fo im hof;cven ©rabe ju fclcher 33erfehrthcit aufgelegt

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tfi, ein ^»hantajt. ISßenn wir nach bem ©rwachen in einertaffigen junb fanften Scrfireuurtg liegen, fo jeichnet unfere ©inbitbung bieunregelmäßigen giguren etwa ber S3ettoorhänge, ober gewiffer Stofe |einer nahen SEBanb ju iOtenfchengeflaltcn auS, mit einer fcheinbaren |Stichtigfcit, welche unS auf eine nicht unangenehme 2frt unterhält,wobon wir aber baS ffilenbwerf ben 2lugenbltcf, wenn wir wollen, j