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10 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Anthropologie und Pädagogik : nebst einer Sammlung von Briefen und öffentlichen Erklärungen und einem chronologischen Verzeichnisse sämmtlicher Schriften Kant's
Entstehung
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©te ©nfalt unb ©enügfamfeit ber Statur forbert unb bilbctdu bem SJtenfcben nur gemeine ^Begriffe unb eine plumpe Steblid;;[eit, ber fünjlliche Swang unb bic Ucppigfeit ber bürgerlichen 83er;faffung fcecft StBifjlinge unb 33ernünftler, gelegentlich aber and) Star:ren unb 33etrüger au§ unb gebiert ben weifen ober fittfamen Schein,bei bem man fowotjl be3 33erftaube3, a(3 ber 3ted;tfcbaffent;eitentbehren fann, wann nur ber fchonc ©dreier bid;te genug gewebtijt, ben bie tlnjtanbigfeit über bie geheimen ®ebred)en beö jfopfes>ober beö ^erjenä auSbreitet. Stad) bem SJtaajfe, al§ bie dtunjtIjod) jteigt, werben Vernunft unb Sugenb enblid) ba§ allgemeineSofungSwort, bod) fo, baj? ber ©fer, bon beiben ju fprechen, wol;lunterwiefene unb artige fPerfonen überbeben fann, ftcb mit ihremffiefi^e ju beldjtigen. £)ie allgemeine tld;tung, barin beibe geprie;ftne Sigenfcbaften jteben, macht gleicbwobl biefen metflicben Untersfc&ieb, bafj Sebermann weit eiferfücbtiger auf bie SSerjtanbeäöorjüge,als auf bie guten (Sigenfcbaften be§ 3BiUen§ ijt, unb baff in berSergleicbung jwifdjen tDummbeit unb Schelmerei Stiemanb einentlugenblicf anjtebt, jtd) jum SSortbeil ber lederen ju erfldren; weUd)e$ auch gewijt febr wohl auSgebacbt ijt, weil, wenn tllleS über»flaust auf jfunft anfömmt, bie feine Scblauigfeit nicht fann ent;be()rt werben, wohl aber bie9iebtid)feit, bie in foldbem 23erbdltniffenur binberlicb ijt. Sch lebe unter weifen unb wobtgefittetenffiürgern, nämlich unter benen, bie ftcb barauf oerfteben fo jufdjeinen, unb ich fd)tneicble mir, man werbe fo billig fein, mir bontiefer geinigfeit auch fo biel jujutrauen, bafs, wenn ich 9 leid) inbem S5efit|e ber bewdhvtejten §eilungSmittel wäre, bie Äranfheiten