43« Beobachtungen über baS ©cfübt
©ngldnberS unb bem eine© gransofen, fcheint aber bem erberen am9ldcl;flen ju fomtnen unb bie größere 2fef)nltd;feit mit bem le(»terctiifl nur gefünftclt unb nadhgeal;mt. ©r t>at eine glücf'lid;e 5E)iifcljungin bem ©cfül;lc fowol;l beS ©rhabenen, als beS ©ebenen; unbwenn er in bem erfteren cS nicht einem ©ngldnber, im jmeiten aberbem gransofen nicht gleich tl;ut, fo übertrifft er fte beibe, infefern erfic üerbinbet. ©r jeigt mehr ©efdlligfeit im Umgänge, als ber ©r:jfere, unb wenn er gleich nicht foüiel angenehme Sebl;aftigfeit unbSBih in bie ©efeUfchaft bringt, als ber granjofe, fo äußert er beeb |
barin mehr SJefcheibcnheit unb SScrftanb. ©r iß, fowie in aller Hirt ;
bcS ©cfd;madS, alfo auch in ber Siebe sinnlich methobifch, unb imbem er baS Schöne mit bem ©bien üerbinbet, fo iß er in ber ©impftnbung beiber fatt genug, um feinen .Kopf mit ben UebcrlegtmgcttbeS 2lnßanbe§, ber Fracht unb beS 2luffel;enS su bcfchäftigen. Sm Iher finb gamilie, SSitel unb Drang bei ihm fowoht im bürgerlichenSScrhältniffe, als in ber Siebe ©ad;en üon großer S5cbeutung. ©rfragt weit mel;r, als bie Vorigen, barnadh: waS bie Scute üon 1ihm urtheilen möd;ten, unb wo etwas in feinem ©harafteriß, baS ben SBunfch einer 4?aupfüerbefferung vege machen femnte,fo ifl eS biefe ©d;wachhcit, nad; welcher er ftd; nicht erfül;nt, originalSU fein, ob er gleich basu alle Talente hat unb baf? er fiel; ju üielmit ber Meinung 2lnberer einldfjt, welches ben fittlichen ©igenfdhaf* >
ten alle Haltung nimmt, iribent eS fte wetterwenbifd; unb falfd; gc= f
Fünfleit mad;t. j
Ser ÜQ o 11 ä n b e r ifl üon einer orbentlid;cn unb cmftgen i
©cmüthSart, unb inbetn er lebiglid) auf baS Dingliche ficht, fo l;at .
er wenig ©cfühl für baSjentge, waS im feineren SSerffanbe febem jober erhaben ifl. ©in großer. Sföattn bebeutet bei il;m ebcnfotiitl,alS ein reid;cr SDtann, unter bem greunbe ücrßeljt er feinen ßor*refponbenten, unb ein SScfud; ifl il;m fehr langweilig, ber il;m nichtseinbringt, ©r macht ben ßontraft fowoßl gegen ben gransofen, als beit©ngldnber, unb ifl gewißermaßen ein fel;r ^>lj>legmatifirtcr Seutfd;er. iSBenn wir ben SSerfuch biefer ©ebanfen in irgenb einem gälteanwenben, um s- baS ©cfühl ber ©l;re su erwägen, fo s ci 9 en