be$ <£d;6ttcit unb Grrl;abeneit. III. 2fbfd;n. 417
l;übfd; gehalten worben. Sic Surfen, bie 2fr ab er, bic Werfermuffen wohl mit biefetn ©efehntaefe fel;r cinfiimmig fein, weil ftefcfjr begierig finb, if;vc SSötferfchaft bttvdf) fo feincS ©lut ju oer;fcf)6nern, unb man mcvft aud; an, baff ber pcrftfd;cn Slace biefcSnnrflid; gelungen ift. Sie Äaufleute non Snboftan ermangelngleichfalls nicht, oon einem boshaften .fpanbcl mit fo fehonen @e=fchbfjfen großen 93ortf;eil ju-jiel;en, inbem fte folcfjc ben leefertjaftengleichen ißreS SanbeS jufüßren, unb man fiel;t, baß, fo .fel;r auchber ©genfinn beö ®cfd;macf§ in biefen berfchiebenen SBelfgegenbenabroeid;enb fein mag, benncch baSjenige, maS einmal in einer bcr=fclben als »orjüglid; t; ü b fd; erfannt wirb, in allen übrigen aud;bafür gehalten werbe. SBo aber fiel; in ba§ Urtl;eil über bic feine©eftalt baSjenige cinmengt, was in ben 3ügen moralifch ift; fo iftber ©efchmad bei v>crfd)icbenen SDlannSperfonen jeberjeit fcl;r ber-fd;icben, forool;! nachbem ihr fiftlicheS ©cfül;l fclbfi unterfchicbcn ift,als aud; nad; ber öerfeßiebenen ©ebeutung, bie ber 2luSbrucf beS®efid;tS in eines Sehen 3Bal;ne haben mag. tDtan ftnbet, bafjbiejenigen ©Übungen, bie beim erften Tlnblicfe nicht fonberlidieSBirfung tl;un, weil fte nicht auf eine entfd;icbene 2frt l;übfd; finb,gemeiniglich, fobalb fte bei näherer ©efanntfehaft ju gefallen an--fangen, auch meit mcl;r einnel;men unb ftd; beftdnbig ju üerfchunernfd;einen; bagegen baS l;übfche 2tnfehen, baS ftch auf einmal anfümbigt, in ber golge mit größerem Äaltfinne wal;rgenommcn wirb,welches ocrmutl;lid; bal;er fommt, baff moralifd;e Sleije, wo ftefid;tbar werben, met;r fcffeln, imgleid;en weil fte fiel; nur bei ®elegenl;eitfittlichcr (Smpfinbungen in SBirffanifcit fe|en unb ftch gleichfam ent*beefen laffen, jebe ©ntbccfung eines neuen SleijeS aber immer nod;mel;r berfelben oermutl;en laßt; anftatt bafj alle 2lnnehmlid;feiten, bieftd; gar nicht oert;el;len, nachbem fte gleid; UfnfangS il;re ganje SCBirfungauSgcübt haben, in bergolge nichts weiter tf;un fönnen, als benocrlieb^ten SSorwifc abjufühlen unb il;n aHmdl;lig jur@leichgültigfeit ju bringen.
Unter biefen ^Beobachtungen bietet ficb ganj natürlid; folgcnbetlmuerfung bar. SaS ganj einfältige unb grobe ©cfül;l in ben©efd;lcchterneigungen führt jwar fehr gerabe jutn großen Swecfe berf. ®. vit. 27