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7 (1839) Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen Immanuel Kant's Kritik der Urtheilskraft
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1 I. 2(btl)tit. Jfnalotif b. felcologifcheit UrtheilSfraft. §. 68. 157

abftchtlich fei, aber boch jugleicl) fo, baß man ber Statur b. i. berMaterie biefc Tlbficht beilegt; moburch man, (meil hierüber fein Sltißsöcrfianb Statt finbcn fann, inbem non felbji fcbon deiner einemlebtofen Stoffe 2(bftcht in eigentlicher Bebcutung be§ SBorteS beile-gen wirb,) atijeigen mill, baß biefeS SBort hier nur ein fPrincip berreflectircnben, nicht ber befiimmenben Urtheiläfraft bebeute, unb alfofeinen befonberen ©runb ber Giaufalität einführen follc, fonbern auchnur jutn ©ebrauche ber SSernunft eine anberc 2lrt ber Stachforfchung,«IS bie nach mechanifchen ©efefeen ift, hinjufüge, um bie Unjuläng=lichfeit ber letzteren, felbji jur empirifchen 2luffuchung aller befonbe;ren ©efe^e ber Statur, ju ergänjen. 2)aher fprid;t man in ber f£e=leologie, fofern fie jur fPhhftf 9 f 5°9 er > wirb, ganj rcdjt oon ber2Beis>heit, ber Sparfamfeit, ber 83orforge, ber SBohlthätigfeit berStatur, ohne baburch au§ ihr ein üerjiänbigeS SSSefcn ju machen,(weil ba§ ungereimt märe;) aber auch ohne ftch ju erfüllen, einanbereö oerfiänbigeS SBefen über fie, al§ SSBerfmeijier, fefsen ju mol=len, »eil biefe§ oermeffen *) fein mürbe; fonbern e§ foll baburch nureine 2Crt ber ßaufalität ber Statur, nach einer Analogie mit ber umfrigen im' technifchen ©ebrauche ber SSernunft, bejeichnet merben,um bie Siegel, mornach gemiffen fProbucten ber Statur nachgeforfdhtmerben muß, oor Tlugen ju haben.

SBarum aber madht boch bie Eeleologie gemohnlich feinen eige=nen $h e Ü ber fl;coretifchen Staturmiffenfchaft auö, fonbern mirb jurS^heologie al§ fffropäbeutif 0 t, er Uebergang gezogen? £)iefe§ gefehlt,um ba§ Stubium ber Statur nach intern SDtechani§muö an bemie=nigen feft ju halte»/ wa§ mir unferer Beobachtung ober ben ©rpe=rimenten fo untermerfen fonnen, baß mir e§ gleich ber Statur, me=nigjicnS ber 2tel;nlichfeit ber ©efe^e nach, felbft heröorbringen fonn-

*) ®a$,beutle SBort »ermeffen ift ein gutes bebcutungSuollcS SSorf.(Sin llrtfjeil, bei loelchem man ba$ Sangenmaafi feiner Äräffc (bcS SßerftanbeS)ju überfebtagen »ergibt, fann biömcilcn feljr bemüthig flingen, unb macht bochgrofie ttnfprüche, unb ift boch fcfju »ermeffen. Sßon ber 2trt ftnb bie mcifteu,moburch man bie göttliche SBciShcit ju erheben »orgibt, inbctn man ihr in benäßetfen ber ©cfjöpfung unb ber (Srhaltung Mbftchten unterlegt, bie eigentlich bereigenen SBeiSheit beS fßcrnünftlerS @hre machen follcn.

Ädnt f. m. VII.

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