§. GO.
% n f) a it g.
33on bet Ktetbobenlebre bcS ©efchmarfS.
©ic ©intheilung einer jtritif in ©lemenfarlehre unb Ktetbbbcmlehre, welche uor ber äCßiffcnfchaft oorhcrgeht, laßt ftcf) auf bic ®c=fd;marfsfritif nicht anwcnben; weil e§ feine SBiffcnfchaft be§ (Schönengibt, noch geben fann, unb baS Urteil beS ©cfd;marfs nicht burd)fPrincipien beftimmbar ift. Senn was baS SBiffenfchaftliche in jebetÄunft anlangt, welches auf S5Sal;rl;ett in ber Sarftcllung ihresSbjectS gefjt, fo ift bicfeS gwar bie unumgdngltd)e ©ebirgung(conditio sine qua non) ber fronen jfunjt, aber biefe nicl;t felber.(ES gibt alfo für bie fchöne dtunjt nur eine Spanier (modus),nicht Schratt (methodus). SerKleiftcr mufj eS rormacheit, was>unb wie eS ber @d;ülcr ju ©taube bringen foll; unb bie allgemef-nen Kegeln, worunter er jule^t fein Verfahren bringt, fbnnen eherbienen, bic £auptmomcnte beffelben gelegentlid) in (Erinnerung jubringen, als ftc ihm »orjufchreiben. §iebei muff bennocl; auf eingewiffeS Sbeal Kürffidjt genommen werben, welches bie dtunft botAugen haben muft, ob fie es gleich in ihrer Ausübung nie rolligerreicht. Kur burch bie Aufwerfung ber (EinbilbungSfraft beS ©d;ü=lcr§ jur Angcmcffenheit mit einem gegebenen SSegriffe, burd; bieangemerfte ttnjuldngtichfeit beS AuSbrurfS für bie Sbee, welche berJßegriff fclbft nicht erreicht, weil fie dftl;etifd; ift, unb burd; fd;nvfejtritif fann vergütet werben, baff bie SJeifpielc, bie ihm rorgelcgtwerben, ron ihm nicht fofort für Urbilber unb etwa feiner nod; l )b-heren Körnt unb eigener S5eurtl;eilung unterworfene Ktufter berKadhahmung gehalten, unb fo ba§ ©enie, mit ihm aber aud; bieFreiheit ber (EinbilbungSfraft fclbft in ihrer ©efehmdfiigfeit erfiteff