208 Ärttifb. UvtheilSfvaft. 1. £ßl. Är. b. äßßctifcßen Urtßeilgfr.
©nträfßfelung biefeS unS fetbft feinen Slueffcn nach verborgenenSSermbgenS angejeigt, aber bureß nid;tS weiter begreiflich gemachtwerben.
Ser hi« aufgeftellten unb ausgeglichenen Antinomie liegt berrichtige ^Begriff beS ©cfcßtnacfS, nämlich als einer bloS reßcctiremben äfihetifchcn UrtßcilSfraft, jutn ©runbe;- unb ba würben beibe,bem Scheine nach wiberßreitenbe ©runbfäße mit einanber- vereinigt,inbem beibe wahr fein fonnen, welches aud) genug iß. SBürbebagegen jutn SießimmungSgrunbe beS ©efcßmacfS (wegen ber ©imjclnßeit ber SSorßellung, bie bem ©cfcßmadSurtßetl jum ©runbeliegt), wie üon ©inigen gefehlt, bie An neßmlicßf eit, ober wieAnbere (wegen ber Allgemeingültigfcit beßelben) wollen, baS fPtimci^ ber SSollf ommenßeit angenommen, unb bie Sefinition beS©efcßmadS barnaeß eingerichtet; fo entfpringt barauS eine Antinomie,bie fcßlecßterbingS nicht auSjuglcicßcn ijt, als fo, baß man geigt,baß beibe einanber, (aber nicht bloS contrabictorifcß) entgegen^ßeßenbe ©äße falfcß finb; welches bann beweifet, baß ber SBe--griff, worauf ein jeher gegrünbet iß, flcß fetbß wiberfpredje. SRanfleht alfo, baß bie £>ebung ber Antinomie ber äßßetifcßen UrttjeilS:fraft einen ähnlichen ©ang nehme mit bem, welchen bie Äritif inAuflofung ber Antinomien ber reinen tßeoretifcßen SSernunft be;folgte; unb baß ebenfo hier unb aud; in ber itritif ber praftifeßenSSernunft bie Antinomien wiber SBiUen nbtßigen, über baS Sinn;ltd;e ßinauSjufeßen unb im Ucberfinnlid)cn ben SSereinigungSpunctaller unferer SSermogen a priori ju fueßen; weil fein anberer Attihweg übrig bleibt, bie SSernunft mit ftd) felbß einßimmtgäu maeßen.
31 n nt e t f u it g I.
Sa wir in ber SSranSfcenbentals fPßilofopßte fo oft SSeranlaf-fung fi'nben, Sbecn oon SScrßanbcSbegrtffcn -ju unterfeßeiben, fofann eS oon Stußen fein, -ihrem Untcrfcßiebe angemeffene .KunßauS--brüefe cinjufüßrcn. Scß glaube, man werbe nid;tS bawiber ßaben,wenn ich einige in SSorfcßlag bringe. — Sbeen in ber allgemeinßenSSebcutung ftnb, naeß einem gewtffen (fubjectioen ober objectiocn)