20-1 JtcitiE b. Uitfjettöfraft. I. Sf)[. Äc. b. äft()ctt]'cijcn Urtl)eitöfr.
tifcfyert UrtfecilSfraft führen farm, wenn fid) eine Antinomie betsprindpien biefeS 33crmogenS ftnbet, welche bic ©efefemdjjigfeit befl'elben, mithin aud) feine innere fDioglichfeit jweifelhaft macht.
§* 56.
83otjtettutig bet Antinomie beß ©cfcfjniacfö.
Ser erfte ©emcinort be§ ©efchmacfS ifi in bent Safee, womitftd) jeher ©cfchmacftofc gegen SEabel 51t oerwahren benft, enthalten:ein Seber 'hat feinen eigenen ©efdjmacf. Sa§ f;eift foniel,al§: ber äSefiimmungSgrunb bicfcS UrtfeeilS ifi E>IoS fubjecfii? (58cv:gnftgen ober Scbmcrj); unb ba§ Urteil t;at fein 9icd)t auf bitnotlpoenbige ffieifiimmung 2fnbcrer.
Ser jweitc ©emeinort beffetben, ber aud) pon benert fogargebraucht wirb, bie bem ©efchmacfSurtljeile ba§ 'Siecht einrdumen,für Scbermann gültig auSjufprechen, ifi: über ben ©efcf)macflaßt fiel) nicf)t biSputiren. SaS feeifit fooiel, al6: berjiimmungSgrunb eines) ©efd)macfSurtf)eitS mag jwar aud) objeeftufein, aber er fdfät ff cf) nicht auf befiimmte S3egrtffe bringen; mithinfarm über baS Urteil fclbft burcf) SSeweife nichts, entfefeicbenwerben, obgleich barüber gar wol)l unb mit Siecht gefiritten wer;ben fann. Senn Streiten unb SiSputircn ftnb jwar barineinerlei, bafi fte burcf) wed)fclfeitigen Sfßiberfianb ber Urteile ©mbelligfeit bcrfclben heroorjttbringen fudjen, barin aber »erfcfyieben,bafi baS Sefjtere biefeS nacl) beftimmten Gegriffen als ffiewciSgrümben $u bewirten fjofft, mithin objectioe ^Begriffe als ©rünbebc§ UttfeeilS annimmt. SBo biefeS aber als untf)un(icf) betrachtetwirb, ba wirb baS SiSputiren ebenfowol)l als untl)unlid) beurtljeilt.
StUan ftef)t leidet, bafi jwifd)en biefen jwei ©emeinortern einSafe fel)lt, ber jwar nicht fpricfewortlich im Umlaufe, aber boef)in SebcrmannS Sinne enthalten ifi, ndmlid): über ben ©e-fd)ntacf faßt fiel; fireiten (obgleich nicht bisputiren). SieferSafe aber enthalt ba§ ©egentheil beS oberfien SafeeS. Senn wor:über eS erlaubt fein foU ju fireiten, ba mufs Hoffnung fein unter