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7 (1839) Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen Immanuel Kant's Kritik der Urtheilskraft
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138 jTcitif b. Urtbeiläfraft. I-St)I. Är. b. äjfbctifdje.nUitbcilSfr. I. TCfafdtjn.

mein gefällt,, fonbern a priori abfprechen follef). Silan foltte aberbenfen, baß ein Urteil a priori einen 33egriff oom Object entbot-,fen muffe, ju beffen ßrfenntniß e§ baS fPrindp enthalt; ba§ ©e--fcbmacf§urtbeit aber grünbet fiöb gar nicht auf .^Begriffe, unb tflüberall nicht ©rfenntniß, fonbern nur ein äßbetifd)e§ Urtbeil.

©aber läßt ftch ein junger ©icbter üon ber Uebcrrebung, baßfein ©cbicht fdjon fei, nicht burch ba3 Urtbeil bc§ fPublicumö, nochfeiner greunbe abbringen; unb wenn er ihnen ©eljör gibt, fo ge;fdtjiebt c§ nicht barum, weil er e§ nun anber§ beurtbeitt, fonbernweil er, wenngleich (wenigftenS in 2lbftcbt feiner) ba§ ganje publi-ca m einen falfcben ©efebmaef batte, ftch boch (felbft wiber fein Ur--tbeit) bem gemeinen SBabne ju bequemen, in feiner ffiegietbe nad)ffieifall Urfacbe ftnbet. 9lur fpdtcr.bin , wenn feine UrtbcilSfraftburch HuSübung mehr gefchärft worben, gebt er freiwillig oon feinem«origen Urtbeite ab;'fo wie er e§ auch mit feinen Urtbeiten hält,bie ganj auf ber SSernunft beruhen, ©er ©efebmaef macht blcSauf Autonomie Ulnfprud). Seembe Urteile [ich jutn- SSeßimmungS*grunbe bc§ feinigen ju machen, wäre .fpeteronomie.

©aß man bie Sßerfe ber Ulten mit Siecht ju SHußcrn anpreUfet, unb bie SSerfaffer berfclben claffifch nennt, gleich einem gc;wijfen ‘llbel unter ben ©dmftflellern, ber bem SSolPe burch feinenSSorgang ©efefce gibt; fdjeint Ouellen be§ ©efchmacfS a posteriorianjujeigen, unb bie Autonomie bejfelben in jebem ©ubjecte ju wt--betlegen. illlcin man fonnte eben fo gut fagen, baß bie altenSJiatbematifer, bie bis jeljt für nicht wohl ju-entbebrenbe Sllußerber bothßtn ©rünblicbfeit unb ©leganj ber fpntbctifcbcn SJtetbobegehalten werben, aud; eine nachabmcnbe SSernunft auf unferer©eitebewiefen unb ein Unoertnogen berfclben, au§ ftch felbft ßrenge S3c=weife mit ber größten Sntuition, burdb ©onßruction ber ^Begriffe,beroorjubringenft). @6 gibt gar. feinen ©ebraueb unferer .Kräfte,

f) 1. 2fufg.: „bajt baS (Subjcct für ftch, obtt'e nötfig ;u haben, . . • •ju belehren, mithin nicht alb Nachahmung, ba etwas wirtlich allgemein getfällt, folglich » priori auSgcfprocijen werben falle."ff) 1. 7Cuög.: „heröovjubringen bartbuefn]."