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7 (1839) Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen Immanuel Kant's Kritik der Urtheilskraft
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138 Äiitif'b. UrthcitSfr. 1. SEß- Är. b. äfifjftifdjcit Urtl;eiCgEr. I. Äbfdjn.

bcfyert, bet bloS übet glücflich öertriebene ßangewcile froh iff. 2llfomuß baS ©rhabene jeberjeit SSejiebung auf bie SenfungSarthaben, b. i. auf Starimen, bem SnttttcctueUen unb ben SSernunff-.tbcen übet bte ©innlichfeit £}bermad)t ju tterfchaffen.

Stan batf nicht beforgen, baß baS ©efüßl bcS ©rhabenen bttrd)eine begleichen abgewogene SarftcllungSart, bte in 2tnfef)ung beS(Sinnlichen ganjlich negatio wirb, oerlierett werbe; benn bie ©inbibbungSfraft, ob fte jwat übet baS Sinnliche hinaus nichts ftnbef,woran- fte ftch halten fann, fühlt ftd) hoch aud; eben burch biefeSSBegfchaffung bet ©chranfen betfelben unbegrenzt; unb jene 2£bfon=berung ift alfo eine Sarfteßung be§ Unenblid;en, welche zwar ebenbarum niemals anberS, als bloS negatioc Sarßellung fein fann, bieaber hoch bie Seele erweitert. SSicßeicßt gibt es feine erhabenere©teile im ©efehbudje ber Suben, als baS ©ebot: Su foßjt bit-fein Silbniß machen, noch irgenb ein ©leidmiß, webet beffen, wasim Fimmel, noch auf ©rben, nobh unter ber ©rben ift u. f. w.SiefcS ©ebot aßetn fann ben ©nthuftaSmuS erfldren, ben baS-bifdtje 83olf in feiner gefitteten ^Jeriobe für feine Religion fühlte,wenn eS ftch mit anberen 83blfern öcrglich, ober benjenigen ©tolj,ben ber StohammebiSmuS einflößt, ©benbaffelbe gilt auch oon berSorßeßung bcS moralifchen ©efe^eS unb ber Anlage jur fOtoralitatin unS. ©S ift eine ganj irrige Seforgttiß, baß, wenn man fteOTcS beffen beraubt, waS fte ben ©innen empfehlen fann, fte alS=bann feine anbere, als falte leblcfe ^Billigung unb feine bewegenbe.Kraft ober Rührung bei ftch führen würbe. ©S ift gerabe umge=fehrt; benn ba, wo nun bie ©tnne nichts mehr üor ftd) feßen, unbbie unoerfennlidje unb unauSlöfcf)liche Sbce ber ©ittlidjfeit bennocl)übrig bleibt, würbe eS .eher nötßig fein, ben ©eßwung einer unbe=grettjten ©inbilbungSfraft zu mäßigen, um il;n nidtjt bis jttm ©mthufiaSmuS ßcigen ju laffen, als, auS Surd)t oor Äraftlofigfeit bie-fer Sbeen, für fte in Silbern unb finbifchem Apparat £ülfe z ufudjen. Saßet haben auch Regierungen gerne erlaubt, bie Religionmit betn letzteren 3ubel)ör reichlich tterforgen zu laffen, unb fo bemUntertl;an bie Stühe, zugleich aber auch baS Vermögen ju benehmen