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7 (1839) Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen Immanuel Kant's Kritik der Urtheilskraft
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88 jlcittf b. Utt(;d(s5fwff. 1. Styl. Ärit. b. äßßetifchcn UvtycUsfv. I. Jlbftyn.

wie fte bcn 2fffpciationSgefefecn unterworfen, fonbern als probuctiounb fclbßfbätig, (als Urheberin willh'tyrlicfyer gönnen möglicheren;fcßauungcn) angenommen; unb ob fte jwar bei ber 2tuffaffung einesgegebenen ©egenßanbeS ber Sinne an eine beftimmte gönn bicfeSSbjectS gebunben unb fofern fein freies Spiel, (wie im Sichten,)hat, fo laßt [ich boty noch wohl begreifen; baß ber ©egenfianb ißrgerabe eine folbhe gönn an bie £anb geben fonne, bie eine^ufam;wenfefutng beS Mannigfaltigen enthält, wie fte bie ©inbilbimgSfraft,wenn fte ftd; felbft frei überlaffen wäre, in ©inßitnmung mit berSSerßanbeSgefeh mäßigfett überhaupt entwerfen würbe. Alleinbaß bie ©inbilbungSEraft frei unb boeß oon felbji gefefc*mäßig fei, b. i. baß fte eine Autonomie bei ftch führe, ift einäCBiberfprucß. Ser Scrßanb allein gibt baS ©efeß. Sßenn aberbie ©inbilbungSEraft nach einem beftimmten ©efeße ju oerfahren''genbthigt wirb, fo wirb ihr fProbuct, ber gönn nach, burdß 33e;griffe beßimmt, wie eS fein foll; aber alSbann ift baS Wohlgefallen,wie oben gejeigt, nicht baS am Schonen, fonbern am ©Uten, (berSSoIlfomntenheit, allenfalls bloS ber formalen,) unb baS Urtheil iftfein Urtheil burdß ©efeßmaef. ©S wirb alfo eine ©efeßtnüßigfettol;ne ©efefc, unb eine fubjectioc Uebereinjtimmung ber ©inbilbungSEraftjum SSerftanbe ohne eine objeettoe, ba bie SSorfteUung, auf einenbeftimmten ^Begriff oon einem ©egenftanbe bezogen wirb, mit berfreien ®efe|mäßigfeit beS SSerßanbeS, (welche auch äwetSmäßigfeitohne Swecf genannt worben,) unb mit ber ©igentßümlichfeit eines©efcbmacfSurtheilS allein jufammen beßeßen fönnen.

9tun'werben geometrifcß; regelmäßige ©eftalten, eine Sirfelfxgur,ein Sluabrat, ein SBürfel tt. f. w. oon JKritifern beS ©efchtnacfSgemeiniglich als bie einfachften unb unjwcifelßafteßen S3etfptele berSchönheit angeführt; unb bennoeß werben fte eben barum regelmäßiggenannt, weil man fte nicht anberS oorßeHen bann, als fo, baß ftefür blofe Sarftellungen eines beftimmten SBegrip, ber jener ©eftaltbie 9?egel oorfeßreibt, (nach ber fte allein möglich iß,) angefeßenwerben. ©ineS oon SBeiben muß alfo irrig fein: entweber jenesUrtheil ber Äritifer, gebuchten ©eßalten Schönheit beijulegen; ober