G4 Äcitif b. UrthcilSfraft. I-Sty- Är. b. ,iftf)otifrf;pn Ui'tfjcir^c. I.tfbfchn.
i«m ©runbe regen, wenigffenS beoachten unb an ©egenffänben,wiewohl nicht anbcrS, at6 burch 9?efIenon bemerfen.
§. 11 .
Rat ©cfofjmacJSurtbcit bat nidjts, atö bie^ortn bet 3n>cdft)ta(ttgfetteines ©egcnftanbeS (aber bet SßovfteffungSatt befi'etbcn) jum ©vunbe.
filier SwecE, »nenn er als ©runb beS 2Bof)lgefaIlenS artgefctjeitwirb, führt immer ein Sntereffe, als SSeffimtnungSgrunb beS Ur-teils über ben ©egenffanb ber Suft, bei (ich. fllfo fann bem ©e=ftmacfSurtbeil fein fubjectiüer 3wecf jum ©runbe liegen. flberauch feine äSorffellung eines objectioen 3n>ecfS, b. i. ber SftglichfeitbeS ©egenffanbeS felbft nad) sprincipicn ber Bwedoerbinbung, mit--hin fein SSegriff beS ©uten fann baS ©efd)mac?Surtf;eil beftimmen;weil eS ein äffhetifteS unb fein ©rfenntnipurtheir ijl, welches alfofeinen ffiegrtff non ber SSeftaffenheit «nb inneren ober äußeren9)tglichfcit beS ©egenjfanbeS burch biefe ober jene Urfache, fonbernbloS baS SSerhältni^ ber SSorfieHungSfrdfte ju einanber, fofern fieburch eine SSorffellung bejfimmt werben, betrifft.
9fun ijf biefeS SSerhaltnifi in ber ©ejfimmung eines ©egen--ffanbeS, als eines fd)6ncn, mit bem ©efühle einer £ujf üerbunben,bie burd) baS ©eftmacfSurtheil zugleich als für Sebermann gültigerfldrt wirb; folglich fann. ebenfowenig eine bie 33orjiellung begleUtenbe Unnehmlichfeit, als bie S3orffelIung oon ber SSollfommenhettf)beS ©egenjfanbeS unb ber ^Begriff beS ©uten ben 33ejfimmungS=grunb enthalten. fllfo fann nichts flnbereS, als bie fubjectioe 3wecf;magigfeit in ber SSorjfellung eines ©egenjfanbeS, ohne allen (Weberobjeetwen noch fubjectiüen) 3wecf, folglich bie blofe gorrn bermäfjigfeit in ber SSorjfellung, woburch unS ein ©egenjfanb gege=ben wirb, fofern wir unS ihrer bewufjt finb, baS SBohlgefallen,vt>eldhe§ wir, ohne SSegriff, alS allgemein mittheilbar beurteilen,mithin ben SSeftimmungSgrunb beS ©efchmad'SurthetlS auSmachen.
f) 1. 2tuSg.: „als bic bet SSollfommcnheit"