36 Äcitif ber UrtheilSfraft.
ciud) fein mögen, gejagt werben muß, weldje bie fPropäbeutif aller^>j)ilo|opl;ie ift.
IX.
2Son ber SScrfnüpfung bet ©efefegetmngcn be£ SSerfknb«?ltnb bev QSernunft bitvef) bic Urtlmlöfraft,
2?er §Berftanb ift a priori gefcfjgcbenb für bie Statur als £>b-ject ber Sinne, ju einem theoretifdjen (Srfenntniß berfelben in einermöglichen Erfahrung. Sie SSernunft ift a priori gefehgebenb fürgrei()eit unb ihre eigene ©aufalität, al§ ba§ Ucberfitinlichc in bem©ubjecte, ju einem unbebingt =praftifchen ©rFenntniß. Sa§ ©ebictt>e§ Staturbegriffs unter ber einen, unb baS beS greiheitSbegriffSunter ber anberen ©efehgebung ftnb gegen allen wechfelfeitigen ©in=fluß, ben fte für fiel) (ein jebeS nach feinen ©runbgefe^en) auf ein=anber haben fönnen, burct) bie große .Kluft, welche baS Uebcrfinmliebe oon ben ©rfcheinungen trennt, gänjlich abgefonbert. Sergreil;cit§bcgriff bejtimmt nichts in tlnfehung ber theoretifchen Sr*fenntniß ber Statur; ber Staturbegriff ebenfowohl nichts in tlnfehungber praftifchen ®efe|e ber Freiheit; unb e6 ift infofern nicht möglich,eine ffirücfe oon einem ©ebiete ju bem anberen hinüberjufchlagen.— tlllcin wenn bie SSeftimmungSgrünbe ber Saufalitdt nach bemgreityeitSbegriffe (unb ber praFtifchen Siegel, bie er enthält,) gleid)nicht in ber Statur belegen ftnb, unb baS Sinnliche baS Ueberftnmliehe im Subjecte nicht beflimmen Fann; fo ift biefeS hoch umge-fet;rt, (jwar nicht in tlnfehung beS ©rFenntniffeS ber Statur, aberbod) ber folgen aus bem erfteren auf bie letztere) möglibh, unbfchon in bem SBegriffe einer ßaufalität burch Sreiheit enthalten,beren Sßitfung biefen ihren formalen ®efe|en gemäß in berSBeltgefd>ehen foll, objwar baS 2Bort Urfadt)e, üon bem Ueberftnnlüchen gebraucht, nur ben ©runb bebeutet, bie ©attfalität ber Statutsbinge ju einer SBirFung, gemäß ihren eigenen Staturgefefcen, ju=gleich aber hoch auch mit bem formalen fPrincip ber S3ernunftgc=fe^e einhellig, ju beflimmen, wouon bie SJtöglichFcit jwar nicht