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3 (1838) Immanuel Kant's kleinere metaphysische Schriften
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492 lieber bie gbrtfdjrtttc ber 9)?ctnpf;i>ftE

©eite gefuttben ju t;aben glaubt, ttnb boct) naef atibcrweitigcn, ebenfo fieberen fPrincibicn fiel) felbft t>af;in bringt, jugleid; ju glauben,baf cS auf ber entgegengefeften ©eite gcfucbjt werben muffe.

Siefc Antinomie bet Skrnunft feft fte nid;t allein in einenSweifel beS tDtiftraucnS gegen bie eine fowol;l, als bie anbere tieferil;rcr ^Behauptungen, weld;eS bocl) nod; bie Hoffnung eines fo oberanberS entfebeibenben Urtl;eileS übrig laßt/ fonbern in eine SSer=jweiflung ber SScrnunft an fiel; felbft, alten 2lnfprud; auf ©ewijjfcitaufjugeben, welches man ben Buftanb beS bogmatifcben : ©fepticiSmtt3nennen fann.

2fber biefet stampf ber Vernunft mit ftd; felbft b<d baSfonbere an ftd;, baf tiefe ftd; il;n als einen Bweifam'pf be'nft, inwcld;cm fie, wenn fte ben Angriff fl;ut, ftd;er ijt; ben ©egner jufdfagen, fofern fte aber ftd; oeetbeibtgen foll/' eben fo gevbiß ; ge-fd;lagen ju werben. SDbit anberen 2Borten: fte fantt ftd; ttieftt fofcl;r barauf ocrlaffett, ihre 33el;auptung ju beweifen, als »ieliitcfrbie beS ©egnerS ju wibctlcgcn, weld;eS gar nid;t fidjer-ift, inbentwol;l alle 5Bcibe falfdf) urtl;eilen mbd;ten, ober auch, baf woljl-SBeibcSiecht l;aben mod;ten, wenn fte nur über ben ©trat betrage aller-,erjf einoerftanben wären.

Siefc Antinomie tf;eilt bie Äämpfenbcn in jwei klaffen, -baoonbie eine baS Unbcbingte in ber Bufamtnenfefung be§ ©leid;artt<jeit,bie anbere in ber beSfcntgen SOiannigfaltigen fud)t, waS auch tut--glcid;artig fein tarnt. Sene 'ijt matl;emgtifcb, ttnb gcf;t ton benSteileneiner gleichartigen ©rofe bttrd; 3lbbition jum abfoluten ©anjen,ober oon bem ©anjen ju ben S£l;eilen fort, beren fetncS Wtcbifttm ein©anjeS i|t. Siefe ift btjnamifd;, ttnb gel;t non ben folgen auf & cnoberften fyntbetifeben ©runb, ber alfo etwas non ber gotge realiterUnterfcbiebcneS ijt, entweber ben oberften SSefitmmuttgSgrunb ber ßau-falitat eitteS SingcS, ober ben beS SafeinS biefeS SingcS felbft.

Sa ftnb nun bie ©egenfäfje t>on ber erften «St.laffe, wtc gefagt,non jwtefaefer 2lrt. Ser, fo oon ben S£l;eilett jum ©anjen gel;t:bie StB eit l;at einen 2tnfang, unb ber: fie l;at feinen itn--fang, ftnb beibe gleich falfd), unb ber, welcher non ben folgen auf