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3 (1838) Immanuel Kant's kleinere metaphysische Schriften
Entstehung
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483
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feit Seibnifc tmb SBotf- Beilagen. 483

ein fo!df>e§ Sntcreffe nimmt, baß barum SRcfaphpjtf, wenigftenS alssßerfuch, überhaupt erißirt, feberjeit gewefen ift, ttnb fernerhin feinwirb; biefer Begriff, ob er objectioe Stealität habe, ober biofe (Er--bießtung fei, laßt ftd) auf bem tßeoretifd)en SBcge auS berfclbcnUrfacßc bureß feinen sprobirfiein birect auSmad)cn. Senn 3Bibcr=fpritcl) ift jwar in ißm nicht anjutreffen, aber, ob niefjt 2llleS, waSift imb fein fann, aud) ©egenftanb möglidjer (Erfahrung fei, mitbinber Begriff beS Uebcrfinnticbcn überbauet nicht rollig teer ttnb ber»ermeinte gortfebvitt rom (Sinnlichen jum tteberftnnlichen atfo nichtweit baoon entfernt fei, für reell gehalten werben ju bürfen, laßtfieß birect burch feine fProbe, btc wir mit ißm anjiellen mögen, be;weifen ober wtbcrlegen.

(Eße aber noch bie SOtctaphvfif bis baßin gefommen ift, biefenUrtterfcfjieb ju machen, bat fte Sbeen, bie lebiglidb baS Ueberftnnlicßejum ©egenftanbe haben fönnen, mit Begriffen a priori, bettenboef; bie (ErfaßrungSgegenftanbe angemeffen ftnb, im ©emenge ge--ttommen, inbem eS if>r gar nicht in ©ebattfen fam, baß ber Ur^fprung berfelben ron anberen reinen Begriffen a priori »erfeßiebenfein fönnc; baburdß eS benn gefdtjeben ift, welches in ber ©efchichteber Berirrungen ber menfchlicßcn Bernunft befonberS merfwürbig ift,baß, ba biefe fich »emtögenb fühlt, t>on Singen ber Statur unbüberhaupt oon bem, waS ©egenftanb mögliöber Erfahrung fein fann,(nicht bloS in ber Staturwiffenfcßaft, fonbern auch in ber 5Katße=matif) einen großen Umfang ron (Erfenntniffen a priori ju erwerben,unb bie Stealitdt biefer Sortfcßritte burd; Sßat bewiefen hat, fte garnicht abfel)ett fann, warum eS ihr nicht nocß weiter mit ihrenBegriffen a priori gelingen fönne, nämlich bis ju Singen oberSigenfcßaftcn berfelben, bie nicht $tt ©egenftdnbcti ber Erfahrunggehören, glücflicß burcßjubringcn. Sie mußte notßwenbig bie Bc^griffe au§ betben Selbem für Begriffe non einerlei tlrt halten,weil fte ihrem Urfprungc nad; fofern wirf lieh gleichartig ftnb, baßbeibe a priori in unferem (Erfenntnißoermögen gegrünbet, nicht au§ber Erfahrung gefeßöpft ftnb, unb alfo ju gleicher Erwartung einesreellen BefißeS unb (Erweiterung beffelben berechtigt ju fein fcheinen.

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