Druckschrift 
3 (1838) Immanuel Kant's kleinere metaphysische Schriften
Entstehung
Seite
434
Einzelbild herunterladen
 

434 Uebcr bie gortfcfyritte ber Stetaphbß?

(Erfahrung fein mürbe. OaS (gm^irtfc^c aber, b. i. baSjenige,roeburd) ein ©egenßanb feinem SDafein nach als gegeben borgeßelttwirb, ^ei^t (gmpfinburtg, (sensatio, impressio,) welche bie SKaterieber (Erfahrung auSmacht unb, mit 33ewußtfein oerbunben, SQJafjr*nel;mung ju ber noch bie gönn b. i. bie fpntfjetifdje (Ein«

heit ber Uf^pcrception berfetben im SSerftanbe, mithin bie a priorigebaut wirb, hinjufommen muß, um (Erfahrung als empirifd)e§(Erfenntniß her&orjubringen, wo$u, weit mir Sfaurn unb Seit felbft,als in benen mir febem Object ber SBahrnehmung feine ©teile burchbegriffe anmeifen muffen, nicht unmittelbar mahrnehmen, ©runb=fäfce a priori, nad? blofen SSerßanbcSbegriffen, nolhmenbig finb,welche ihre Realität burch bie frnnlidtje 2lnfd)auung bemcifen unbin SSerbinbung mit biefer, nach ber a priori gegebenen gorm benfelben, (Erfahrung möglich machen, weld;e ein ganj gerciffeä(Erfenntniß a posteriori.

SBiber biefe ©ewißheit aber regt ftd), waS bie äußere (Srfah*rung betrifft, ein wichtiger 3weifet, nicht jwar barin, baß baS (Er;fenntniß ber Objecte burd; biefelbe etwa ungewiß fei, fonbern obbaS Object, welches wir außer uns feßen, nicht bielleicht immerin unS fein fönne, unb eS woßl gar unmöglich fei, etwas außeruns, als ein folcheS mit ©cwißßeit anjuerfennen. 2>ie SMaphpfifwürbe batuvd), baß man biefe grage ganj uncnlfdjieben ließe, anihren gortfehritten nichts verlieren, weil ba bie Sßabrncßmungen,aus benen unb ber gorm ber 2lnfd;auung in ihnen wir nad; ©runb-.^en burch bie Kategorien (Erfahrung machen, buch immer in unSfein mögen, unb ob il;nen auch etwas außer uns entfpreche obernicht, in ber (Erweiterung ber (Erfenntniß feine 2lcnberung macht,inbem wir oßnebem uns bcSl;alb nid;t an ben Objecten, fonbernnur an unferer SSBahrnehmung, bie jeberjeit in unS, halten fönnen.

hieraus folgt baS sprincip ber (Einteilung ber gatten ßfteta*hhhftfj bom Ueberfinnlidjen, waS baS fpeculatioe SSennögen ber