430 Ueber bte gottfcijritte bet SRetaphpjtf
finnlichen beabjictjttgt, welches ein Ueberfchritt ijt, bet, bamit etnid;t ein gefährlicher Sprung fei, inbeffen bafj er hoch auch nid)tein continuirlicher gortgang in bctcfelben £>rbnung ber fPrincipienifi, eine ben S»rtfdf)rttt hemmcnbe JBebenflichfeit an ber ©renjebeiber ©ebtete nothwenbig macht.
hieraus folgt bie ßintheilung ber ©tabien ber reinen S3et>nunft, in bie 2Biffenfchaft§lef)re, als einen fieberen gorffchvitt, —bie Sroeifellehre, als einen ©tilleftanb, — unb bie SBeiSheitSlehre,als einen Ueberfchritt jum ©nbgwecf ber SRetaphbfif > fo bafj bieerfte eine theoretifch = bogmatifche Soctrtn, bie gweite eine fEe^jtifcheSifdplin, bie britte eine praftifch;bogmatifche enthalten wirb.
€'rfic Teilung.
33on bem Umfange beS theoretifd? = bogmatifchen ®e<brauchet ber reinen SSernunft.
Ser Snhalt biefeS 2lbfd)nitteS i(i ber ©a|: ber Umfang bettheoretifchen (Erfenntnifi ber reinen S3ernunft erfkeeft fiel) nichtweiter, als auf ©egenftänbe ber ©inne.
Sn biefem ©a|e, als einem erponiblen Urteile, ftnb pei©a^e enthalten:
1) baß bie SSernunft, als SSermogen ber (Erfenntnifj ber Singeapriori, ftch auf ©egenflänbe ber ©inne erftreefe,
2) bajj fte in ihrem theoretifchen ©ebrauch gwar wohl ber 35e»griffe, aber nie einer theoretifchen (Erfenntnif beSjenigen fähig,waS fein ©egenfianb ber ©inne fein fann.
3um 33eweife beS erfteren ©a|eS gehört auch bie (Erörterung,wie bon ©egenftänben ber ©inne ein (Erfenntnif! a priori möglichfei, weil wir ohne baS nicht recht ftdher fein würben, ob bie Ur>theile über jene ©egenftdnbe auch in ber SSlpt (Srfenntniffe feien;wa§ aber bie SSefchaffenheit berfelben, Urteile a priori ju fein,betrifft, fo fünbigt ftch bie öon felbft bttreh baS SSewuftfeirt ihr«fRothwenbigfeit an.