jum ewigen Stieben in bec 'Pi)i(ofopf)ie. 2 . 3f6fcf;n. 407
ein unfehlbares Äennjetchcn ber moralifchen UnmöglichFeit ber^anb*iung fei. — 33lofc UnFunbe, öieHetdjt auch etwas böfer £ang jurühicane Fonnte biefen Angriff hernorbringen, welcher inbeß ber
«Berfünbigung eines ewigen griebenS in ber
nicht Abbruch tljun Fann. Senn ein griebenSbunb, ber fo befdjaffeitift: baff, wenn man ftch einanber nur »erfleht, er auch fofort (ohneKapitulation) gefchloffen ift, Fann auch für gefchloffen, wenigfienSbem tfbfchlufj nahe angeFünbigt werben.
3Benn auch fPhilofoplne bloS SBeiSheitSleßre, (was auchihre eigentliche S3ebeutung ift,) oorgefMt wirb, fo Fann fie hochauch als Sehre beS SBiffenS nidf>t übergangen werben; fofernbiefeS (theoretifche) ErFenntnif bie Elementarbegriffe enthalt, berenfich bie reine SSernunft bebient; gefegt, eS gefchäbe auch nur, umbtefer ihre ©chranFen oor 2(ugen ju legen. ES Fann nun Faum biegrage oon ber fPhilofophte in ber erfteren S5ebeutung fein: ob manfrei unb offen geflehen folle, waS unb woher man baS in berSEhat üon ihrem ©egenftanbe, (bem ftnnlichen unb überfinnlichen)wirFlich wiffe, ober in praFtifcher StücFficht, (weil bie 2lnnehmungbeffelben bem EnbjwecF ber SSernunft beforberlict) ift,) nur oor=auSfe^e?
ES Fann fein, bafi nicht 2lUeS wahr ift, waS ein SJtenfchbafür halt, (benn er Fanrt irren;) aber inOTem, waS er fagt, mußer wahrhaft fein, (er foll nicht tauften;) eS mag nun fein,baß fein JSeFenntniß bloS innerlich (»or ©ott) ober auch ein äußeresfei. — Sie (Übertretung biefer Pflicht ber SBaßrhaftigFeit l;ei^t bieSüge; weshalb eS äußere, aber auch eine innere Süge geben Fann:fo baß beibe jufammen oereinigt, ober auch einanber wiberfprechenbfich ereignen Fbnnen.
Eine Süge aber, fie mag innerlich ober äußerlich fein, ift jwie*jacher 2(rt: 1) wenn man baS für wahr auSgibt, beffen man fich