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3 (1838) Immanuel Kant's kleinere metaphysische Schriften
Entstehung
Seite
286
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280 sprolegomena gu jcbct fünftigm CDtetapfpftE.

burch feinen auf SBebingungen bet ©timltchfeit cingefdn'änften 5ßc;griff bcffelbcn geben;) fo fann ttnS nichts hinbern, non btefem SBefeneine ©auf alt tat burch SSernunft in tlnfeöung bet SBelt jupräbiciren, ntib fo gum Si)eiämu§ überjufchreiten, ohne eben ge=nötigt ju fein, ihm biefe Vernunft an ihm fcfbff, als eine i[)manflebenbc ©genfcljaft, beijulegem Senn was baS ©rfte betrifft,fo ift eS bet einzige m6glid;e SBeg, ben ©ebrauch bet SSernunft,in 2(nfebung aller möglichen ©fahvung, in bet ©innenweit butd;-gdngig mit fiel) einftimmig auf ben höchften ©rab ju treiben, wennman felbft wteberum eine l;6d)jtc SSernunft alS eine Urfache allerSSerfnüpfungen in ber ©eit annimmt; ein folcheS fPrincip muß %burd;gdngig »ortl;cill)aft fein, fann if;r aber ntrgenb in ihrem Statur--gebraute fd;abcn; jwcitenS aber wirb baburch bod) bie SSernunftniefpt alb ©genfehaft auf ba§ Urwefen an fiel) felbft übertragen,fonbern nur auf baS SScrhaltniß beffelbcn jur ©Innenwelt unbalfo ber SlnthropomorphibmuS gänjlich oermiebein Senn l;ier wirbnur bie Urfache ber SSernunftform betrachtet, bie in ber SBJett [

allenthalben angetroffen wirb, unb bem höchften SBefen, fofern e 3 !

ben ©runb biefer SSernunftform ber SBelt enthalt, jwar SSernunftbeigelegt, aber nur nach ber Analogie, b. u fofern biefer SfuSbrutfnur baS SSerhältniß an^eigt-, waS bie unS unbefannte oberfte Ur=fache jur SBelt l)at, um barin 2 llleS int hofften ©rabe oermtnfbmäßig 51t beftimmen. Saburd) wirb nun ocrl;ütet, baß wir uni>ber ©genfehaft ber SSernunft nicht bebienen, um ©ott, fonbern umbie SBelt ocrmittelft berfelben fo ju benfen, als eS nothwenbig ift,um ben größtmöglichen SSernunftgebrauch in SCnfehung biefer nacheinem fPrincip ju haben. SBir gefteßen baburch r baß uns ba§ |höchfte SBefen nach bemjenigen, was eS an ftd) felbft fei, gdnjlid) 1unerforfd;lich unb auf beftimmte SBcife fogar unbenfbar fei, unbwerben baburch abgehalten, nach unferen Gegriffen, bie wir oonber SSernunft als einer wtrfenben Urfad;e (oermittelft be§ SBillcnS)haben, feinen tranSfccnbenten ©ebrauch ju machen, um bie göttlicheStatur bitrd) ©genfehaften, bie hoch immer nur oon ber menfdßüchen Statur entlehnt ftnb, ju beftimmen unb unS in grobe ober