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3 (1838) Immanuel Kant's kleinere metaphysische Schriften
Entstehung
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217
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11. St). SBic ift reine 9?aturwiffonfcl)aft miSgtid)? §. 19. 217

ffiebingungen, fonbern auf einem reinen 33crftanbc6bcgriffe beruht.£>as> Object bleibt an fiel) felbft immer unbekannt; wenn aber bitrcl)ben S5crjfanbc§bcgriff bic §3erfnüpfung ber SSorjMungen, bie imfercr©innlicbfeit oon il;m gegeben ftnb, al§ allgcmcingültig beflimmtwirb, fo wirb ber ©egenftanb burcl) biefcä 33erbältnij5 bcfiimmf,unb ba§ Urtbeil ifi objcctiö.

SBtr wollen biefeS erläutern: baff ba§ Simmer warm, berBuefer füfj, ber SBermutf) wibrig fei 1 '), ftnb bloS fubjectio gültigeUvtf)cile. Sei) verlange gar nid)t, baf? icl) e3 jeberjeit, ober jebetUfnbcrc e§ ebenfo, wie id) finben [oll, fic buufcn nur eine 5Bcjie=l)itng jwecner (gmpfinbungen auf baffelbe ©ubjcct, nämlid) mid)felbft, unb aud) nur in meinem bieSmatigen Suftanbe ber SÜSafjr-ncfjmung au8, unb feilen bal;er aud) nid)t Dom Sbjecte gelten;bcrgteicben nenne id) 2ßal)rncl)inung§urfl)eile. eine ganj anbereSBcmanbnip l)at e§ mit bem @rfal)rung§urtbeile. 9Ba§ bie (Sr;fatirung unter gewiffen Umjiänben mid) lcl)rt, muff fie mt'd)jeberjeit unb auch Sebermann Iel)ren, unb bie ©ültigfcit berfclbenfebränft fid) nicht auf ba§ ©ubject ober feinen batnaligen Sujlanbein. £)aber fprecbje ich alle begleichen Urtljeilc al§ objectio gültigeau§, als j. 85. wenn icl) fage: bie £uft ift elafiifd), fo ift bicfeSUrtbeil junäcbft nur ein SSal)rnet)mung§urtl)eil, td) bejicl)e jweidmpfinbungen in meinen ©innen nur auf cinanber. SßiU id), c§foU £'rfal)rung§urtljeil beiden, fo berlangc id), bafi biefe SSerfnüpfungunter einer JBebingung ftebe, welche fic allgemeingültig mad)t.Sd) will alfo, baff icb jeberjeit unb auch Sebermann biefelbe 23al)r;nebnutng unter benfelben ttmftänben notbwenbig oerbinben muffe.

*) 3<b gefrct)c gern, ba(1 tiefe SBcifptelc niefjt folcljc 28af)rnct)mungöurtf)cite»orftetten, bic jemals (Srfaljrungöitrtficile werben tonnten, wenn man aucl)einen ajerftanbesbegriff Ijiuju fl)5tc, weit fic fiel) btoö aufs ©eftil)l, wclcljeSSebermann als bloS fubjccti» erfennt unb wctdjcS atfo niemals bem Objectbeigeiegt werben barf, belieben unb atfo auefj niemals objecti» werben fön;nen; icf; wotttc nur vor ber .f>anb ein ffieifpict oon bem llrt()cite geben, waSbtoS fubjccti» gültig ift, unb in ficb feinen ©rutib sur uotbwcnbigeu 2(ltge=meingüttigfeit unb baburcf) ju einer SBejicljung aufs Object enthalt. (SinSieifpiet ber äBaf)rnef)iuungSuttf)cilc, bie burcf) I)injugcfc(stcn SoctftanbeSbcgtiff©rfaI)ruugSurtI)eite werben, folgt in ber naebften 2tnmcrfung.

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