butd) Staunte ber SJlefapbpftl'. 1. St). 2. üpptft. 69
fßtoralitöt abäquatc Sßirfung nad) ftch gieren, Saburd) würbe eSnun gefct)ct)cn, baß bie ©eclc beS ÜJtcnfchen fchon in biefem Beben,bem fittlidjcn Bußanbe gufolge, itjre «Stelle unter ben geißigett ©ub;ßanjen beS Uniucrfum einnehmen müßte, fo wie nach ben ®efe|cnber ^Bewegung bie Staterien beS SBcltraumcS ftd) in folchc Orbnunggegeneinanber fetten, bie ihren Äörperfräftcn gemäß iß*). -tßennbenn enblid) burch ben 5£ob bie ©emeinfetjaft ber Seele mit berjförperwclt aufgehoben worben, fo würbe baS Sehen in beranberen SEBelt nur eine natürliche gortfefnmg berjenigen SSer=fnüpfung fein, bavin fte mit ihr fchon in biefem Sehen geßarnben war, unb bie gefammten folgen her h^r auSgeübten Sitt=licfßeit würben fich bort in beneit SBitfungen wieber finben, bieein mit ber ganjen ©eißerwelt in unauflöslicher ©emeinfehaft ße=IjenbeS SBefen fd;on tiorher bafelbß nach pneumatifchen ©efefjen auS=geübt h<»t. Sie ©egenwart unb bie Bufunft würben alfo gleid;famaus einem Stüde fein, unb ein ftetigeS ©anjeS auSmachcn, felbßnach ber Orbnung ber Statur. Siefer letztere Umßanb tft »onbefonberer ©rhebtid)feit. Senn in einer SSermuthung nad) btofen©rünben ber SSernunft ift eS eine große ©chwierigfeit, wenn man,um ben Uebelftanb ju l;cben, ber aus ber unooHcnbeten Harmoniejwifchen ber SDtoralitüt unb ihren folgen in biefer SGSelt entfpringt,ju einem außerorbentlichen göttlichen SBillen feine 3uflud)t nehmenmuß; weil, fo wahrfcheinlid) auch baS Urtßeil über benfelben nachunferen ^Begriffen »on ber göttlichen SBeiSßeit fein mag, immerein ßarfer föerbadß übrig bleibt, baß bie fehwaeßen ffiegriffe unfereSSSerftanbeS »iellcicht auf ben §öd;(fen fehl* »erfeßrt übertragen wor;ben, ba beS SDtenfdjen Obliegenheit nur iß, »on bem göttlichenSBillen ju urteilen auS ber SBohlgereimtheit, bie er wirf lieh in ber
*) ®ic aus bem ©runbe ber SÜtoratität entfpringenben ©eebfetwirfungenbeS SOJenßheu unb ber ©eißermett, nach ben ©cfejsen beS pneumatifchen <$in=ffuffeö, tonnte man barcin fegen, baft barauS natürlicher fficifc eine nähere©emeinfehaft einer guten ober böfen <Secie mit guten unb bofen ©eißern ent«fpt'ingc, unb jene babureß fief) fett’ß bem Stjeite ber geißigett KcpuPtit juge=fellteu, ber ihrer fitttichen SBcfcfjaffenheit gemäß iß, mit ber Äheitnchmungau alten geigen, bie batauß nach ber Orbuung ber Statur entßehen mögen.