270 Äritif bet praftifchcn SSernunft. I. $£b- II. S3. II. Jpptfr.
beiOTem, ma§ fonft in ber Statur jmecf mäßig ift, bie Unmöglichfeitbcffclben nad) allgemeinen Staturgcfefjen boch auch nicht bereifenb. i. aus objectiocn ©rünben hinreichenb barthun fann.
Allein jefct fommt ein (SntfcheibungSgrunb oon anberer Tlrt insSpiel, um im ©d;manfen bet fpcculatiocn SSernunft ben 2luSfd)l<igju geben. 25aS ©ebot, baS hßd;jte ®ut ju beförbern, ift objcctio(in bet praftifchcn SSernunft), bie SJtöglichfcit beffelben überhauptgteid)faUS objcctio (in bet theorctifchen SSernunft, bie nichts bawiberbat,) gegrünbet. Mein bie 2lrt, wie mit unS biefe SOJoglidjfeit oor-.ftellcn füllen, ob nach allgemeinen Staturgefehen, ohne einen betStatur oorftehenben weifen Urheber, ober nur unter beffen SSorauS-.feljung, baS fann bie SSernunft objcctio nicht entfd;ciben. .tpier trittnun eine fubjectioe SScbingung ber SSernunft ein: bie cinjige iljrtheorctifch mögliche, zugleich ber SJtoralität, (bie unter einem objec-tioen ©efefee ber SSernunft ftet)t,) allein zuträgliche 2lrt, ftch biegenaue Sufammenftimmung beS SieichS ber Statur mit bem Stricheber ©itten, als SSebingung ber 9Jt6glid;fcit beS höchften ©utS jubenfen. S)a nun bie SSeforberung beffelben, unb alfo bie S5orauS=fefjung feiner SDtöglichfeit objectio, (aber nur ber praftifchen SSer;nunft zufolge,) nothmenbig ift, jugleid) aber bie 2lrl, auf welcheSSSeifc mir eS unS als möglich benfen mollen, in unferer 2öal)l fleht,in meiner aber ein freies Snfereffe ber reinen praftifchcn SSernunftfür bie 2lnnel;mung eines meifen SBelturhcberS entfdjcibet: fo ift baSsprincip, maS unfer Urtheil t;tecirt beftimmt, jmar fubjectio, al§SScbürfntjj, aber aud; jugleich als JBeförberungSmittel beffen, roaäobjectio (praftifch) notl;menbig ift, ber ©runb einet ÜJtarimebeö gürmahrhaltenS in moratifd;er 2lbftd)t, b. i. ein reiner praf--tifcher SSernunftglaube. liefet ift alfo nicht, geboten, fonbernals freimütige, zur moralifchen (gebotenen) 'tlbficht zuträgliche, Über-bein noch m it bem theoretifd)cn SSebürfniffe ber SSernunft einflimmigeSSeftimmung unfercS Urtheil», jene ©piflenj anzunehmen unb bemSScrnunftgcbrauch ferner zum ©runbe zu legen, felbft auS ber mora-lifd;cn ©efinnung entsprungen; fann alfo öfters felbft bei SSohlgefinn»ten biSroeilen in ©chmanfen, niemals aber in Unglauben gerathen.