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4 (1838) Immanuel Kant's Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft : nebst den Abhandlungen zur Philosophie der Geschichte
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238 Äritif ber praftifchen SSernunft. I. 21). II. S5. II. 5pptjl.

waS man fud)t, nämlich bafj .^unblutigen nicht bloS pflichtmafjig(angenehmen ©efül;len 511 gotge), fonbern auS Pflicht gcfd;et>en,welches bet mähte 3 me<J aller moralifchen SMlbung fein mufj.

^>at man aber nicht ein SBort, weld)eS nicht einen ©enup,wie baS bet ©lucffeligfeit, bejeichnete, aber hoch ein SSSol)lgefaUenan feiner ßpifienj, ein Analogon bet ©lucffeligfeit, welche baS 5ßc-.wuptfein ber Sugettb nothwenbig begleiten mufj, anjeigte? 3 a! bicfeS2 Bort ifl ©elbjijufriebenheit, welches in feinet eigentlichenS3ebcutung jeberjeit nur ein negatioeS Sffiohlgefallen an feinet ßrijicnsanbeutet, in welchem man nichts ju bebürfen ftcb bewußt ifl. gtci=l)eit unb baS SSewufjtfein berfelben, als eines SßermögenS, mit übet:miegenber ©eftnnung baS moralifd)e ©efef) ju befolgen, ift Unab--hängigfeit oon Neigungen, wenigftenS als bcjlimmenben,(wenngleich nicht als afficitenben) 33ewegurfad)en unfereS Se=gehrenS, unb fofern, als ich mit berfelben in bet ©efolguttg meinetmoralifchen Sftajcimen bewußt bin, bcr einzige £luell einer nothroenbigbamit oerbunbenen, auf feinem befonberen ®eful)le beruhenben, m-teränberlichen 3 ufriebenf)eit, unb biefe fann intellectueU heißen. Sieäfthetifche, (bie uneigentlid) fo genannt wirb,) welche auf bet S3efrbbigung bcr Steigungen, fo fein fte auch immer auSgeflügelt werbenmögen, beruht, fann niemals bem, waS man ftd) barüber benft,abaguat fein. Senn bie Steigungen wechfeln, wachfen mit ber S3e--günftigung, bie man ihnen wiberfahren läßt, unb laffen immer etilnoch größeres SeereS übrig, als man auSjufüllcn gebacht hot. Sal)erfinb fte einem vernünftigen 2öefen jibergeit läjlig, unb wenn eS ftegleich nicht abjulegen oermag, fo nötigen fie ihm boch ben SBunfchab, ihrer entlebigt ju fein, ©elbfi eine Steigung gum spflichtmäßigen(j. -58. jur SBohltl)ätigfeit) fann jwar bie SEBirffamfeit ber mora--lifeben SOfapinten fehr erleichtern, aber feine heroorbringen. Senn2llleS muß in biefer auf ber S3orftellung bcS ©efe^eS, als S3ejlim--mungSgrunbe, angelegt fein, wenn bie hanblung nicht bloS 8 ega*lität, fonbern auch Sütoralität enthalten foll. Steigung ifi blinbunb fnechtifch, fte mag nun gutartig fein ober nicht, unb bie SSer=nunft, wo es auf Sittlichfeit anfommt, muß nicht bloS ben fSor=