Druckschrift 
4 (1838) Immanuel Kant's Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft : nebst den Abhandlungen zur Philosophie der Geschichte
Entstehung
Seite
213
Einzelbild herunterladen
 

®cn b. SSricbfebcrtt b. r.pr. Vernunft. (Gclcudjtuitg b.Jfnalptif.) 213

boch in ber Beit unb jwar bem »origen Bufianbe haben, bieferaber wteber in einem »orhergehenben tc., fo mögen fte, biefe S3e-ftmimungen, immer innertid) fein, fte mögen pfpdwlogifche, unbnietjt medjanifcfie ßaufalität l;aben, b. i. burch SSorftellungen, unbnicht buvd) förderliche ^Bewegung Jjpanblung ()erüorbringen, fo ftnbc3 immer GeftimmungSgrunbe ber ßaufalität eines SSBefenS,fofern fein Safein in ber Beit beftitnmbar iff, mitbin unter noth=irenbig machcnben Gebingungcn ber »ergangenen Beit, bic alfo,trenn ba§ ©ubject hanbeln foll, nicht mehr in feiner ©ewaltfinb, bie alfo jwar dfychotogifdje greifjeit, (wenn man ja biefeSSBort v>on einer blo§ inneren Verfettung ber Vorftellungen ber ©eelebrauchen will,) aber boeb Staturnothwenbigfeit bei ftd£> führen, mithinfeine tranSfcenbentale Freiheit übrig laffen, welche als Un-abhängigfeit »on allem ©mpirifchen unb alfo »on ber Statur über;fjaupt gebad;t werben muff, fte mag nun ©egenffanb be§ inneren©inne§, blo§ in ber Beit, ober auch dufteren ©inncS, im Staunteuitb ber Beit zugleich betrachtet werben, ohne welche Freiheit (inber letzteren eigentlid;en Gebeutung), bic allein a priori praftifchijt, fein moralifch ©efelj, feine Buredjnung nach bemfelben möglichift. ©ben um beSwillcn fann man auch alle Stothwenbigfeit berGegebenheiten in ber Beit nach bem Staturgefefse ber (Saufalitdt beit9)techani§tnu§ ber Statur nennen, ob man gleich barunter nicht»erficht, baff Singe, bie ihm unterworfen ftnb, wirflid) materielleSDtafehinen fern müßten. t£>ier wirb nur auf bie Stothwenbigfeitber Verfnüpfung ber Gegebenheiten in einer Beitreihe, fo wie ftefid) nach bem Staturgefehe entwicfelt, gefeiten, man mag nun ba§©ubject, in weld;em biefer 3£blauf gefdüept, Automaton materiale,ba ba§ 9Jtafd)inenwefen burd) SJtaterie, ober mitßeibnih spirituale,ba eS burch Vorftcllungen betrieben wirb, nennen, unb wenn bieFreiheit unfereS SEßillenS feine anbere, al3 bie lehterc, (etwa bie pfp-chologifdje unb comparatioe, nicht tranSfcenbentale b. i. abfolutczugleich) wäre, fo würbe fie im ©runbe nichts beffer, als bicFreiheit eines GratenwenberS fein, ber auch, wenn er einmal auf-gezogen worben, »on fclbft feine Geweguttgen »errichtet.