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4 (1838) Immanuel Kant's Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft : nebst den Abhandlungen zur Philosophie der Geschichte
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SSott ben 3!rtebfcbcrn bor reinen pmftifcfycn SSernunft. 193

c 6 praftifebe SSernunft unS jur ^Befolgung »orjtellt, beren ©tintmeaud) ben füt;nften grctiler gittern macht ttnb il;n nbtl)igf, fiel) oorfeinem 2 Cnblt<fe ju verbergen, bafi man ficb nicht wunbern barf,btefen ©influjj einer bloS intcllcctuellen Sbce aufs ©efübl für fpecu*Irttiüe SSernunft unergrünblid) 511 finben, unb fiel) bamit begnügenju müffen, baft man a priori boef) nocl) fo oiel cinfetjen fann: einfolcbeS ©efübl fei unzertrennlich mit ber SSorftellung beS moralifeben©efefjeS in jebent enblidjen vernünftigen Sßefcn oerbunben. SÖdrcbiefeS ®cfül)l ber2£d)tung pattjologifcI> unb alfo ein auf bem innerenSinne gegrünbeteS ©efübl ber Sufi, fo mürbe eS oergebXiet) fein,eine S3crbinbung beffelben mit irgenb einer Sbee a priori ju ent*beefen. Stun aber ifl [eS] ein ®efü()t, waS bloS aufs fPraftifcfyegellt, unb zwar ber SSorfMung eines ©cfc^eS lebiglid) feiner gormnach, nid)t irgenb eines £DbiectS beffelben wegen anl;dngt, mithintoeber jum Vergnügen, noch jum Schmerze gerechnet werben bann,unb bennod) ein Sntercffe an ber ^Befolgung beffelben beruorbringt,t»cld)eS wir baS moralifd;e nennen; wie benn auch bie gdbigfeit,ein foldjcS Sntcreffe am ©efefje ju nehmen (ober bie Achtung fürsmoralifcbe ©efefe felbjt), eigentlich baS moralifd)c ©efübl i|t.

£>aS SBewufjtfein einer freien Unterwerfung beS SBiUenS unterbaS ©efelj, bod) als mit einem unoermeiblicbcn 3wangc, ber allenSteigungen, aber nur burd) eigene SSernunft angetl;an wirb, oerbun*ben, ifl nun bie Achtung fürS ®efe(j. SaS ©efefc, waS biefc tld;tungforbert unb auch einflofjt, ifl, wie man ficht, (ein anbcrcS, als baSmoralifcbe, (benn (ein anbereS fd)licfit alle Steigungen oon ber Un*mittclbarfeit ihres ©influffeS auf'ben SBiUen auS.) Sie Ipanblung,bie nach biefem ®cfe|e, mit tluSfcblicfjung aller 23efiimmungSgrünbeauS Steigung, objectw praftifd; ifl, t)d$t Pflicht, welche, um biefer ,tluSfcbtiefjung willen, in ihrem Segriffc praftifdhc Stbtbigungb. i. S3eftimmung ju ^lanblungen, fo ungerne, wie fte aud) ge*fd)cl)en mögen, enthalt. SaS ©efübl, baS auS bem SScwufjtfeinbiefer Stbtbigung entspringt, ifl nid)t patl>ologifd), als ein folcbeS,wa§ oon einem ©egenftanbe ber ©inne gewirft würbe, fonbern alleinpraltifcb b. i. burd) eine oorbergebenbe (objectioe) SBiUenSbeftimmungÄcmt f. SB. IV. 13